Samstag, 22. Juli 2017

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Zweifel an Kreditwürdigkeit der USA S&P treibt Goldpreis auf fast 1500 Dollar

Gold: Goldbugs, Nixon und der "Freak Peak"
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ddp

Die Furcht vor Geldentwertung und Staatspleiten wächst: Zweifel an der Kreditwürdigkeit der USA haben den Goldpreis fast über die Marke von 1500 US-Dollar getrieben. Die USA drohen ihre Topbonität zu verlieren, da die Kreditwächter bei S&P ihren Ausblick auf "negativ" gesenkt haben.

London - Der Preis für die Feinunze Gold (rund 31 Gramm) kletterte in der Spitze bis auf den Rekordwert von 1497,20 Dollar. Die Ratingagentur S&P sieht die Topbonität der USA in Gefahr. Dies habe eine erneute Flucht in das als sicher geltende Edelmetall ausgelöst, sagten Händler. Die US-Kreditwürdigkeit wird zwar weiter mit der Bestnote "AAA" bewertet, der Ausblick ist jedoch bei "S&P" jetzt negativ. Es droht also eine Herabstufung.

Die Spekulationen über eine bald bevorstehende Umschuldung von Griechenland hatten bereits im frühen Handel eine Fluchtbewegung ins Gold ausgelöst, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar.

Am Montag stieg die Rendite zweijähriger griechischer Staatstitel erstmals seit Gründung der Währungsunion über die Marke von 20 Prozent. Im Nachmittagshandel notierte die Rendite im Hoch bei rund 20,1 Prozent. Damit liegt der Risikoaufschlag zu deutschen Titeln bei deutlich über 18 Prozentpunkten: In Deutschland rentieren zweijährige Staatsanleihen derzeit mit 1,753 Prozent. Die Rendite beträgt damit einen Bruchteil des griechischen Effektivzinses.

Verstärkt worden sei die Fluchtbewegung durch das Wahlergebnis in Finnland. Dort dürfte erstmals eine eurofeindliche Partei an der Regierung beteiligt werden, die sich offen gegen Hilfszahlungen für Portugal ausgesprochen hat

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