Mittwoch, 21. November 2018

Heizen Wechsel des Gasversorgers lohnt wie noch nie

Große Unterschiede: Der Wechsel des Erdgasanbieters kann große Kostenersparnisse bringen

Bis zu 25 Prozent können Gaskunden derzeit durch einen Wechsel des Anbieters sparen. Nach Angaben der Verbraucherzentralen lohnt es sich damit oft so sehr wie noch nie, seinem Versorger zu kündigen. Vor allem Stadtwerke kommen in einem Preisvergleich schlecht weg.

Berlin - Wer nun seinen Gasanbieter wechselt, kann durchschnittlich 20 bis 25 Prozent der Kosten sparen. "Es gibt für die Kunden jetzt die einmalige Chance: So gut wie jetzt war die Gelegenheit noch nie", sagte der Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, der Nachrichtenagentur dpa.

Vor allem viele Stadtwerke seien zu teuer, weil sie sich langfristig mit teurem Gas eingedeckt hätten. Auf dem freien Gasmarkt sei der Preis in den vergangenen Monaten jedoch kräftig gesunken - weshalb andere Anbieter jetzt deutlich günstigere Angebote machten.

Vergleichsrechnern im Internet zufolge können beispielsweise Kunden der Berliner Gasag rund 40 Prozent sparen, wenn sie zur Konkurrenz wechseln. Die meisten Kunden nutzten die Gelegenheit aber noch nicht, sagte Krawinkel. "Da läuft der Gasmarkt dem Strommarkt auf Jahre hinterher." Dabei gebe es inzwischen deutschlandweit Alternativen und der Wechsel sei ähnlich einfach wie beim Strom.

Nach Schätzung des Verbraucherschützers zahlen mehr als die Hälfte der Kunden mehr als nötig. "Viele Stadtwerke haben sich langfristig gebunden in Verträgen, in denen der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt ist."

Bei ihnen steige derzeit mit dem Ölpreis auch der Gaspreis. Gleichzeitig gebe es als Nachwirkung der Wirtschaftskrise ein Gasüberangebot auf dem freien Markt, Länder wie Norwegen hätten die Ölpreisbindung aufgegeben.

nis/dpa-afx

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