Dienstag, 24. Oktober 2017

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Private Finanzen Geldanlegen nach der Rezession

Eins, zwei, drei, vier, viele: Anleger können zahlreiche Assetklassen ins Portfolio nehmen - aber welche sind jetzt die richtigen?

5. Teil: Fazit: Ein "Geheimtipp" und eine vernünftige Strategie

Was also tun am Ende der Krise? Wohin mit dem Geld, welches ist die aussichtsreichste Anlage? "Wenn man schon taktisch anlegen möchte, dann sollte man nach Möglichkeiten zu antizyklischem Investieren suchen", rät Hannes Peterreins, Vermögensverwalter aus München. "Rohstoffe, Gold oder deutsche Immobilien scheinen dazu derzeit eher nicht geeignet zu sein, da viele Investoren in diese Richtung denken."

Der Experte glaubt dagegen, dass auf dem US-Immobilienmarkt gegenwärtig gute Chancen besteht. "Speziell der Markt für Baulandprojekte liegt am Boden", sagt Peterreins. "Dort könnte der Zeitpunkt zum Einstieg daher günstig sein."

Das Problem ist allerdings, dass der durchschnittliche Anleger in solche Projekte ausschließlich über Investmentvehikel des grauen Kapitalmarktes investieren kann. Und bei denen ist oft größte Vorsicht geboten, da nicht alle Anbieter vertrauenswürdig sind. "Bei geschlossenen Fonds muss man stets extrem auf der Hut sein", sagt Peterreins.

Die bessere Alternative ist daher aus Sicht des Experten ohnehin, auf kurzfristiges Agieren bei der Vermögensanlage komplett zu verzichten. Das richtige Rezept lautet nach Ansicht von Peterreins stattdessen: Zuerst die langfristigen Anlageziele festlegen, dann die geeigneten Assetklassen sowie deren Gewichtung bestimmen und schließlich die einzelnen Produkte auswählen.

Wer so vorgeht, braucht sich letztlich kaum darum zu kümmern, ob sich die Märkte weltweit in einer Krise befinden. Und auch nicht, ob eine solche Krise gerade endet.

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