Mittwoch, 21. November 2018

Trotz Turbulenzen Größter europäischer Börsengang gelungen

Ein Kursplus von 8 Prozent und ein Erlös von 1,3 Milliarden Euro - der Börsengang von Amadeus in Madrid war trotz Marktturbulenzen ein voller Erfolg. Das IPO des Weltmarktführer im Geschäft mit Buchungssystemen war das erste seit zwei Jahren in Spanien - und das bisher größte dieses Jahres in Europa.

Madrid - Trotz der Börsenturbulenzen wegen der Schuldenprobleme Spaniens ist dem Buchungssystemanbieter Amadeus ein erfolgreiches Debüt auf dem Madrider Aktienmarkt gelungen. Die Papiere von Amadeus legten am Donnerstag rund 8 Prozent auf 11,89 Euro zu.

Ein Ticket bitte: Mit Systemen von Amadeus geht der Verkauf einfacher
Das Unternehmen, an dem auch die Lufthansa Börsen-Chart zeigen beteiligt ist, hatte seine Aktien zu elf Euro ausgegeben. Mit einem Erlös von 1,3 Milliarden Euro ist es der größte europäische Börsengang in diesem Jahr. Die Aktie war vierfach überzeichnet.

Amadeus betrat das Börsenparkett am Tag nach der Herabstufung der Bonität Spaniens durch die Ratingagentur S&P. Diese hatte die Aktien in Madrid am Vortag einbrechen lassen. "Die Märkte sind sehr turbulent, aber es gibt Platz - besonders für Unternehmen mit einer attraktiven Dividende", sagte der Chef des Börsenbetreibers BME, Antonio Zoidom, zum ersten IPO in Madrid seit zwei Jahren.

Amadeus gehört mehrheitlich den Finanzinvestoren Cinven and BC Partners. Neben der Lufthansa sind auch die Fluggesellschaften Air France-KLM Börsen-Chart zeigen und Iberia Börsen-Chart zeigen an dem Unternehmen beteiligt. Amadeus sieht sich bei der Abwicklung von Flugbuchungen für Reisebüros und Veranstalter mit einem Anteil von 37 Prozent als Weltmarktführer.

Zu dem Unternehmen gehört auch das Onlineflugportal Opodo. Amadeus zieht für jede von einem seiner Systeme getätigte Buchung eine Gebühr ein.

Die Buchungssysteme kommen auch bei den Fluggesellschaften British Airways, Finnair und Qantas sowie bei Zügen, Fähren und Schiffsreisen zum Einsatz.

manager magazin mit Material von reuters

© manager magazin 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH