Mittwoch, 14. November 2018

Nach zehn Jahren Epcos verlässt die Börse

Es war eine turbulente Zeit, die Epcos an der Börse erlebte. Nach zehn wechselvollen Jahren nimmt sein neuer Eigentümer, die japanische TDK, den Elektronikteile-Hersteller von der Börse. Epcos war sogar einmal für kurze Zeit im Leitindex Dax notiert.

Firmensitz München: Epcos wird zu 100 Prozent vom japanischen Konzern TDK kontrolliert
München - Der Elektronikteile-Hersteller Epcos Börsen-Chart zeigen verabschiedet sich nach zehn Jahren voller Höhen und Tiefen von der Börse. Die Aktiennotierung werde in Kürze eingestellt, teilte das früher zu Siemens gehörende Unternehmen am Donnerstag in München mit.

Neuer Eigentümer ist der japanische Elektronikriese TDK. Dieser hat die Epcos-Kleinaktionäre mittlerweile gegen eine Zwangsabfindung aus dem Unternehmen gedrängt und kontrolliert 100 Prozent. Der sogenannte Squeeze-Out sei am Donnerstag im Handelsregister eingetragen worden, hieß es.

Epcos war am 15. Oktober 1999 in Frankfurt und New York an die Börse gegangen. Der Ausgabekurs betrug hierzulande 31 Euro. Die Aktie stieg im Zuge der Euphorie um den Neuen Markt zunächst rasant an, vervielfachte sich Reuters-Daten zufolge in den ersten Monaten auf bis zu 190 Euro.

Epcos gab sogar ein Gastspiel im Leitindex Dax. Ab Frühjahr 2000 bröckelten aber die Kurse an der Börse, Epcos-Papiere stürzten bis unter sechs Euro ab. Danach berappelte sich der Kurs wieder. TDK griff bei rund 18 Euro zu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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