Montag, 12. November 2018

Dollar-Schwäche Goldpreis steigt über 1000 Dollar

Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals seit Februar über die Marke von 1000 Dollar je Feinunze gestiegen. Neben der Schwäche des Dollars sehen Beobachter auch Sorge um einen neuen Abschwung und die Zinsentwicklung am Werk. Manche rechnen schon mit einer neuen Goldrally.

London - Am Dienstagmorgen kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1002,40 Dollar. Das Allzeithoch bei 1031 Dollar rückt damit wieder in Reichweite. "Der Goldpreis Börsen-Chart zeigen ist weiter im Aufwind", urteilte das Bankhaus HSBC Trinkaus. In den kommenden Tagen dürfte er das Rekordhoch ins Visier nehmen.

"Der Dollar sieht weiter schwach aus, und wenn die Händler in den USA am Dienstag (nach dem Feiertag) an ihre Arbeitsplätze kommen, dürfte es einige Shorteindeckungen geben, die den Preis noch höher treiben", erwartet ein Händler. Der Goldpreis müsse wohl nur einmal über 1000 Dollar schließen, um eine neue Kaufrunde einzuläuten. Diese könne der Start für eine Goldrally bis 1100 Dollar, womöglich sogar bis 1250 Dollar sein, so der Händler.

Teures Edelmetall: Erstmals seit Februar werden mehr als 1000 Dollar je Unze fällig
Andere Marktbeobachter sahen weitere Gründe neben dem schwachen Dollar. "Da wird hinterfragt, wie gesund die Volkswirtschaften sind und in welche Richtung sich die Zinsen bewegen", sagte Sandra Close von Surbiton Associates. "Das alles ermuntert dazu, Gold zu horten."

Gewinne der Aktien von Goldproduzenten verhalfen der australischen Börse zum höchsten Schlusskurs seit elf Monaten. Der S&P/ASX-200-Index ging mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 4517,4 Punkten aus dem Handel. Dortige Analysten äußerten jedoch auch Zweifel an der Goldrally. "Aus meiner Sicht wird der Goldpreis zum Jahresende niedriger sein, wahrscheinlich um 950 Dollar je Unze", sagte Rohstoffstratege David Moore von der Commonwealth Bank of Australia.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters und dow jones

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