Mittwoch, 14. November 2018

Kursrutsch Telekom schockiert mit Gewinnwarnung

Nach einer Gewinnwarnung der Deutschen Telekom ist der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 10 Prozent eingebrochen. Der Konzern begründete die Zurücknahme des Ausblicks mit dem schwierigen Umfeld. Insbesondere in den USA und in Großbritannien habe sich der Wettbewerb verschärft.

Frankfurt am Main - Die Aktien der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen sind am Dienstag nach Vorlage von Zahlen um 10,9 Prozent auf 8,66 Euro eingebrochen. Der Konzern senkte wegen des schwächelnden Auslandsgeschäfts die Prognose für das laufende Jahr.

Lädiert: Die Gewinnwarnung der Telekom schadete dem Aktienkurs
"Die Gewinnwarnung ist der Grund für den Kurseinbruch", sagte ein Händler. Hintergrund: Die Deutsche Telekom hat ihre Ergebniserwartungen für das laufende Jahr gesenkt. Ohne Berücksichtigung der seit 1. Februar 2009 konsolidierten griechischen Gesellschaft OTE rechne man mit einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahr um 2 bis 4 Prozent, wie der Dax-Konzern am Dienstag überraschend in Bonn mitteilte.

Im Vorjahr hatte das Telekommunikationsunternehmen ein Ebitda von 19,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bisher hatte die Telekom stets betont, 2009 ein Ebitda auf Vorjahresniveau erzielen zu wollen.

Die Telekom begründete die Zurücknahme des Ausblicks mit dem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Insbesondere in den USA und in Großbritannien habe sich der Wettbewerb verschärft. In Polen und Großbritannien hätten sich zusätzlich Wechselkursveränderungen der Inlandswährungen negativ auf Umsatz und bereinigtes Ebitda ausgewirkt, hieß es.

Im ersten Quartal sei der Umsatz um rund 6 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro gewachsen, teilte das Unternehmen weiter mit. Erstmals sei OTE in die Geschäftszahlen mit einbezogen worden. Das bereinigte Ebitda sei um rund 3 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Ohne Einbeziehung von OTE hätten die Erlöse stabil bei 15,0 Milliarden Euro gelegen. Das bereinigte Ebitda ohne OTE habe sich hingegen um 5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro verringert. Die Telekom begründete diesen Rückgang mit höheren Auszahlungen für Investitionen sowie gestiegene Auszahlungen für Personalmaßnahmen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und ddp

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