Sonntag, 20. Januar 2019

Gehälter Einkommen steigen, der Osten holt auf

Das durchschnittliche Monatseinkommen ist zum Ende vergangenen Jahres in Deutschland um 2,5 Prozent auf 3127 Euro brutto gestiegen. Den größten Verdienstanstieg verzeichneten die Beschäftigten im Bergbau mit 6,5 Prozent. Noch immer gibt es deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West.

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, lag das durchschnittliche Monatseinkommen in Deutschland um 2,5 Prozent über dem Vorjahr. In die Statistik flossen die Gehälter der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs im vierten Quartal 2008 ein.

2,5 Prozent: Die Gehälter in Deutschland stiegen 2008 stärker als die Verbraucherpreise
[M] DPA ; mm.de
2,5 Prozent: Die Gehälter in Deutschland stiegen 2008 stärker als die Verbraucherpreise
Mit den 2,5 Prozent stiegen die Bruttoeinkommen etwas stärker als die Verbraucherpreise, deren Index zum Jahresende um 1,7 Prozent höher war als ein Jahr zuvor. Unterschiede gab es jedoch erneut zwischen Ost- und Westdeutschland. Im alten Bundesgebiet betrug der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst 3246 Euro und stieg damit um 2,4 Prozent. In den neuen Ländern war der Zuwachs zwar mit 2,7 Prozent etwas größer, das durchschnittliche Monatseinkommen liegt dort aber mit nur 2366 Euro noch immer weit unter dem Westniveau.

Den größten Verdienstanstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten erneut die Beschäftigten im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden mit 6,5 Prozent. An zweiter Stelle lagen die Arbeitnehmer im Bereich unternehmensnahe Dienstleistungen mit 4,6 Prozent, gefolgt von den Beschäftigten der Energie- und Wasserversorgung mit 4,1 Prozent. Den geringsten Verdienstanstieg hatte zum dritten Mal in Folge das Gastgewerbe mit lediglich 0,7 Prozent.

Neben den durchschnittlichen Bruttomonatsverdiensten wurden in der Statistik auch die Sonderzahlungen erfasst, die im vierten Quartal eine besondere Rolle spielen. Dazu gehört vor allem das Weihnachtsgeld. Die höchsten Sonderzahlungen wurden in der Energie- und Wasserversorgung (1236 Euro) sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe (1121 Euro) gezahlt. Wesentlich niedriger waren sie dagegen im Bau- (296 Euro) und im Gastgewerbe (191 Euro).

manager-magazin.de mit Material von ap

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