Donnerstag, 15. November 2018

Rohm & Haas Gericht soll Dow Chemical zum Kauf zwingen

Der amerikanische Spezialchemie-Anbieter Rohm & Haas will seine vorerst geplatzte Übernahme durch den Branchenriesen Dow Chemical gerichtlich erzwingen. Nach einer Absage aus Kuwait hatte Dow den 15-Milliarden-Deal auf unbestimmte Zeit verschoben.

Ärger für Dow Chemical: Die Absage der Übernahme von Rohm & Haas hat ein Nachspiel vor Gericht
New York - Rohm & Haas verklagte Dow Chemical vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware am Montag (Ortszeit) auf Einhaltung des vereinbarten Kaufs für rund 15 Milliarden Dollar.

Dow Chemical Börsen-Chart zeigen hatte die Übernahme zuvor auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Gründe nannte der US-Konzern die Wirtschaftskrise sowie das Platzen einer milliardenschweren Finanzspritze aus Kuwait. Die Wettbewerbsbehörden hatten das Geschäft bereits genehmigt, es sollte bis zum Dienstag abgeschlossen sein.

Kuwait hatte im Dezember 2008 sein geplantes Engagement bei einem Gemeinschaftsunternehmen mit Dow Chemical wegen der Finanzkrise abgesagt. Der Ölstaat wollte ursprünglich rund 7,5 Milliarden Dollar investieren.

Mit dem Geld wollte Dow Chemical wiederum einen Teil der Übernahme von Rohm & Haas finanzieren. Die Amerikaner hatten sich in einem Übernahmepoker gegen den deutschen Chemieriesen BASF durchgesetzt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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