Freitag, 23. Juni 2017

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Krisenticker Dow verliert fast 1000 Punkte in 2 Tagen

Der IWF sieht die Weltwirtschaft erstmals seit 1945 in eine Rezession rutschen. Die Börsen in Europa und USA gehen daraufhin erneut auf Tauchstation. Dass die Reform der deutschen Erbschaftsteuer endlich vereinbart ist, tröstet da kaum jemanden. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Erneut ein rabenschwarzer Tag für die Wall Street. Belastet von Inflationssorgen, schließt der Dow Jones Börsen-Chart zeigen 4,9 Prozent schwächer bei 8695 Punkten. Bereits am Vortag hatte der Index 5 Prozent an Wert verloren. Das Minus seit Mittwoch summiert sich auf knapp 1000 Punkte. Der Dax dürfte am Freitag seinen Kursrutsch fortsetzen - die düstere Konjunkturprognose des IWF wirkt nach.

21 Uhr: An der Wall Street wird es eine Stunde vor Handelsschluss richtig ungemütlich. Der US-Leitindex Dow Jones verliert knapp 450 Punkte und rutscht zeitweise unter die Marke von 8700 Zählern. Dies dürfte auch den Dax am Freitag weiter nach unten drücken, obwohl die Situation schon jetzt verheerend ist: 12 Dax-Unternehmen haben sich auf 12-Monats-Sicht bereits mehr als halbiert.

20 Uhr: Die Spitzen der Koalition haben sich auf einen Kompromiss im Streit um die Reform der Erbschaftssteuer geeinigt. Dies bestätigte der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck am Abend in Berlin. Der Kompromiss hat folgende Kernpunkte: Wohneigentum soll komplett von der Erbschaftsteuer befreit werden, wenn der Ehepartner oder Kinder weiter in der Immobilie wohnen. Daneben gibt es weitere Freibeträge. Die Erben von Firmen sollen keine Erbschaftsteuer zahlen, wenn der Betrieb im Kern zehn Jahre weitergeführt wird und eine bestimmte Zahl an Arbeitsplätzen erhalten bleibt. Wenn die Substanz des Unternehmens nur sieben Jahre lang weitergeführt wird, werden 15 Prozent Steuer fällig. Das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer von vier Milliarden Euro solle den Ländern erhalten bleiben, sagte Struck.

18.45 Uhr: Es zieht sich dunkel und kalt um uns zu. Der Dow Jones verliert zeitweilig bis zu 400 Punkte und hat damit binnen zwei Handelstagen knapp 900 Punkte abgegeben. Sollte sich der Index im späten Handel nicht wieder erholen, ist die Abwärtsdynamik bereits mit einigen historisch schwachen Börsentagen vergleichbar:

17.45 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen schließt nahe Tagestief bei 4813 Zählern - ein Minus von 6,8 Prozent. Die Erholung, die vergangene Woche eingesetzt hatte, ist nach zwei verlustreichen Handelstagen gestoppt. Vor allem Finanztitel wie die Commerzbank Börsen-Chart zeigen oder die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen, aber auch die einst an der Börse beliebten Anbieter erneuerbarer Energien brechen erneut zweistellig ein. "Die Bärenmarktrally ist vorbei", sagte ein Händler in Frankfurt.

16.09 Uhr: Frankreich hat erstmals offiziell eingeräumt, dass sein Staatsdefizit im kommenden Jahr über die im Eurogebiet erlaubte Obergrenze von 3,0 Prozent steigen könnte. Wirtschaftsministerin Christine Lagarde korrigierte zudem die Wachstumsprognose deutlich nach unten. 2009 erwarte man ein Plus zwischen 0,2 und 0,5 Prozent, sagte sie am Donnerstag vor dem Senat.

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