06.06.2008
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Repower
Absturz nach Areva-Ausstieg

Der indische Rivale Suzlon übernimmt endgültig das Ruder bei dem Hamburger Windturbinenhersteller Repower und musste dem französischen Rivalen Areva überraschend wenig für ein 30-Prozent-Paket bezahlen. Die Repower-Aktie gibt kräftig nach.

Paris - Während des für die Ökoenergiebranche beispiellosen Bietergefechts hatte sich der Wert der Repower-Aktie Chart zeigen mehr als verdreifacht. Jetzt gab es einen Dämpfer für treue Anleger: Repower-Aktien brachen am Freitag um 6,5 Prozent ein. Händler verwiesen darauf, dass Suzlon für ein 30-Prozent-Paket dem französischen Konzern Atomkonzern Areva weniger als den gegenwärtigen Kurs gezahlt habe. Areva habe dabei einen Gewinn von mehr als 350 Millionen Euro verbucht, hatten die Franzosen mitgeteilt.

Schrauben für die Dividende: Die Mitarbeiter des Hamburger Windturbinenherstellers Repower haben mit Suzlon künftig einen indischen Mehrheitsaktionär
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DDP

Schrauben für die Dividende: Die Mitarbeiter des Hamburger Windturbinenherstellers Repower haben mit Suzlon künftig einen indischen Mehrheitsaktionär

Im Zuge des Bietergefechts hatten Areva 105 bis 140 Euro pro Aktie gezahlt. Die indische Suzlon hatte im vergangenen Jahr den monatelangen Bieterkampf um Repower gewonnen und von Areva die Option auf den Kauf von deren Anteil zugesagt bekommen. Suzlon habe in den vergangenen Tagen zusätzliche Repower-Aktien an der Börse gekauft und komme nun auf rund 66 Prozent der Repower-Anteile, sagte ein Sprecher des indischen Unternehmens.

Erst Ende Mai hatte Suzlon-Chef Tulsi Tanti allerdings erklärt, den gestiegenen Repower Aktienkurs möglicherweise zu einem Teilausstieg nutzen zu wollen. "Das ist für uns gerade jetzt lukrativ", hatte Tanti damals gesagt. Über eine Stimmrechtsbindung mit dem portugiesischen Großaktionär Martifer, der 23 Prozent der Anteile hält, kommen die Inder nun insgesamt auf 89 Prozent der Repower-Stimmrechte.

Der fünftgrößte Windturbinenhersteller der Welt hat zudem die Option, den Martifer-Anteil im kommenden Jahr zu kaufen. "Der nächste Schritt wird die Erfüllung des Vertrags mit Martifer sein", sagte ein Suzlon-Sprecher. Branchenexperten vermuten, dass Suzlon darüber hinaus wohl bald versuchen wird einen Beherrschungsvertrag mit Repower abzuschließen, der es auch ermöglichen würde, die Technologie aus Deutschland abzuziehen.

"Das ist pure Spekulation", sagte ein Suzlon-Sprecher jedoch. Es gebe auch keinen Zeitplan für solch ein Vorhaben. Bei solch einem Schritt wäre auch ein erneutes Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre nötig.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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