Mittwoch, 19. Dezember 2018

Techem Zwangsabfindung beschlossen

Der Komplettübernahme des Energiedienstleisters Techem durch die australische Investmentbank Macquarie steht kaum noch etwas im Weg. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag wurde eine Zwangsabfindung der verbliebenen Kleinaktionäre mit 99,93 Prozent des vertretenden Grundkapitals beschlossen.

Frankfurt am Main - Dies teilte ein Sprecher von Techem am Donnerstag mit. 98,21 Prozent der Aktien sind bereits im Besitz der Australier.

Wasserverbrauchszähler: Techem steigerte den Umsatz um 12 Prozent
Einige Kleinaktionäre wehrten sich gegen die geplante Zwangsabfindung und legten Widerspruch gegen den sogenannten Squeeze-out ein. Damit sicherten sie sich die Möglichkeit einer Klage gegen den Abfindungsbeschluss. Die Bank Macquarie hatte den verbliebenen Techem-Kleinaktionären zuletzt über ihre Tochter MEIF II eine Barabfindung von 59,86 Euro je Aktie geboten, um sie aus dem Unternehmen zu kaufen. Am Donnerstag lag der Kurs etwas über 60 Euro. Nach der Zwangsabfindung könnte im Herbst der Rückzug des früheren M- Dax-Unternehmens Techem von der Börse beginnen.

Der Energiedienstleister betreut mit gut 2900 Mitarbeitern europaweit etwa 8,1 Millionen Haushalte und mehr als 40 Millionen Ablesegeräte für Heizung und Wasser. Im verkürzten Geschäftsjahr 2007/2008, das von Anfang Oktober bis Ende März lief, steigerte Techem den Umsatz um 12 Prozent auf 320 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag nahezu unverändert bei 53,7 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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