Montag, 10. Dezember 2018

Deutsche Post Milliardendeal mit Lone Star

Die Deutsche Post verkauft ein Immobilienpaket für eine Milliarde Euro an den US-Investor Lone Star. Das Portfolio bestehe aus rund 1300 überwiegend deutschen Immobilien. Anteilseigner können möglicherweise auf einen Aktienrückkauf hoffen.

Düsseldorf - Nach dem Verkauf eines umfangreichen Immobilienpaktes können die Anteilseigner der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen auf einen Aktienrückkauf des Bonner Konzerns hoffen. Dieser hatte für den erfolgreichen Verkauf von Immobilienwerten den Kauf eigener Aktien in Aussicht gestellt.

Deutsche Post: 1300 Immobilien sollen an Lone Star gehen
An der Börse legte die Post-Aktie um 2 Prozent auf 19,75 Euro zu. Die Zahlung des Kaufpreises von einer Milliarde Euro durch den US-Finanzinvestor Lone Star werde in bar in mehreren Tranchen erfolgen, teilte die Post am Dienstag in Bonn mit.

Der Großteil der Gelder werde der Post voraussichtlich Ende des Jahres zufließen. Dann solle auch entschieden werden, was damit geschehe, sagte eine Post-Sprecherin. "Dabei werden wir die Interessen der Aktionäre berücksichtigen", betonte sie. Sie ließ offen, ob es möglicherweise zu einer Sonderdividende oder zu einem Aktienrückkauf kommen könnte.

Der Post zufolge sind die Auswirkungen des Immobilien-Geschäfts mit Lone Star auf das Konzern-Ebit marginal, die Ergebnisprognose für 2008 ändert sich daher nicht. Die Deutsche Post erwartet im laufenden Jahr ein operatives Ergebnis (Ebit) vor Einmaleffekten von rund 4,2 Milliarden Euro.

Insgesamt sollen rund 1300 Immobilien an den US-Finanzinvestor gehen. Die Post will dann den Löwenanteil der Liegenschaften zurückmieten. Auswirkungen auf Kunden oder Mitarbeiter werde es nicht geben, versicherte das Management. Die Post hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich von Immobilien im Wert von rund einer Milliarde Euro trennen zu wollen.

Der Logistikkonzern hatte bereits vor der Transaktion mit Lone Star Immobilienverkäufe im Wert von 350 Millionen Euro in trockene Tücher gebracht. Er hatte damals angekündigt, auch Maßnahmen wie Aktienrückkäufe in Betracht ziehen, wenn die Milliarde eingenommen sei.

Für das Management stehen 2008 noch weitere Entscheidungen an, die für die Zukunft des Konzerns zentral sind. So muss der neue Post-Chef Frank Appel Wege finden, um die hohen Verluste im US-Expressgeschäft zu stoppen. Zudem soll die Zukunft der Postbank Börsen-Chart zeigen geklärt werden.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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