Donnerstag, 15. November 2018

OHB Börsenpläne für Airbus-Werke

Aus den drei zum Verkauf stehenden deutschen Airbus-Werken könnte ein neuer Börsenkonzern entstehen. Das plant der aussichtsreichste Bieter, die OHB-Tochter MT Aerospace. Die Firma orientiert sich am Rivalen Spirit. Der Konzern ist aus einer Abspaltung von Boeing entstanden.

Hamburg - Die zum Verkauf stehenden deutschen Airbus-Werke des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS Börsen-Chart zeigen könnten offenbar an die Börse kommen. Nach ihrer Integration in einen geplanten deutschen Luftfahrtzuliefererkonzern sei ein Börsengang in vier bis fünf Jahren eine Option, sagte der Vorstandsvorsitzende des Augsburger Raumfahrtunternehmens MT Aerospace, Hans Steininger, der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe).

Werk Nordenham: Noch unter Airbus-Logo
Die Tochter des Bremer Unternehmens OHB Technology Börsen-Chart zeigen wurde Mitte Dezember 2007 von EADS als bevorzugter Bieter für die Airbus-Werke in Nordenham, Varel und Augsburg ausgewählt. Der Vorstandsvorsitzende von OHB, Marco Fuchs, äußerte sich zuversichtlich, dass im Sommer die Kaufverträge unterzeichnet werden. Die OHB-Gruppe soll von Beginn an die industrielle Führung des neuen Konzerns übernehmen. Zusammen mit den Airbus-Werken soll ein Unternehmen mit 6700 Beschäftigten und rund einer Milliarde Euro Umsatz entstehen.

Nach Steiningers Angaben soll der neue Luftfahrtkonzern "überwiegend auf Dollar-Basis" an Airbus liefern. Selbst unter dem schwachen Dollarkurs Börsen-Chart zeigen wäre dies rentabel möglich, wenn es schlanke Strukturen gebe. Ein Stellenabbau in den Airbus-Werken sei nicht geplant, sagte Steininger.

"Das Grundmodell, an dem wir uns orientieren, ist Spirit", sagte Steininger demnach am Rande einer Analystenveranstaltung der MT-Aerospace-Mutter OHB Technology in München. Der weltgrößte Zulieferer von Flugzeug-Strukturteilen, Spirit Aerosystems Börsen-Chart zeigen, entstand 2005 aus ehemaligen Boeing-Werken Börsen-Chart zeigen, die der kanadische Finanzinvestor Onex kaufte und Ende 2006 an die Börse brachte.

EADS will den Angaben zufolge für drei Jahre eine Minderheitsbeteiligung an dem neuen Konzern halten. Zur Finanzierung sei zumindest für die ersten drei Jahre eine Beteiligung des US-Finanzinvestors Cerberus notwendig. Es werde jedoch "keine Subventionen oder Darlehen" für die Werke geben, erklärte Steininger. Als guten Zeitpunkt für einen späteren Börsengang nannte er die Markteinführung des neuen A350 im Jahr 2013.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

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