Donnerstag, 22. Februar 2018

Kreditkrise 2,2 Millionen geplatzte Hypotheken

Die Immobilienkrise trifft immer mehr Bürger in den USA. Nach einem Zeitungsbericht konnten im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Haushalte ihre Hypothek nicht mehr zahlen. Die Zahl der Zwangsvollstreckungen von Darlehen stieg um 75 Prozent.

New York - Millionen Amerikaner können sich ihr eigenes Haus nicht mehr leisten: Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" schoss die Zahl der Zwangsvollstreckungen von Hypothekendarlehen im vergangenen Jahr um 75 Prozent nach oben. Insgesamt gab es 2,2 Millionen Hypothekenausfälle, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Immobiliendatenanbieter. Mehr als ein Prozent aller US-Haushalte wäre demnach betroffen.

Rasanter Wertverfall: Immobilien in den USA verlieren an Wert und bringen die Schuldner in Bedrängnis.
Gegen Jahresende sei die Zahl der Kreditausfälle noch einmal kräftig gestiegen: Im Dezember verdoppelte sie sich fast im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die höchste Rate verzeichnete den Angaben zufolge der Bundesstaat Nevada - hier sind 3,4 Prozent der Haushalte betroffen. Dahinter folgten Florida, Michigan und Kalifornien.

Experten erwarten keine schnelle Besserung der Lage. Da bei zahlreichen Darlehen im laufenden Jahr eine automatische Zinserhöhung ansteht, gilt ein weiterer Anstieg der Ausfallraten als möglich.

US-Hausbesitzer leiden durch die Kreditkrise unter einer deutlich geringeren Nachfrage und sinkenden Preisen auf dem Immobilienmarkt. Ihre Häuser als Sicherheiten verlieren damit deutlich an Wert. Zudem können sie nicht mehr wie bisher die Eigenheime gewinnbringend verkaufen und damit ihre teils immensen Kredite umschulden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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