Dienstag, 23. Oktober 2018

Puma-Übernahme "400 Euro sind der faire Preis"

Mehr als 330 Euro je Puma-Aktie will der Luxuskonzern PPR nicht zahlen. Darüber kann Alexander Roepers, Präsident von Atlantic Investment Management, nur müde lächeln. Das Angebot orientiere sich an der Vergangenheit, sagt der New Yorker Hedgefondsmanager. Für diesen Preis werde er nicht verkaufen.

mm.de: Herr Roepers, haben Sie heute die Hauptversammlung von Puma Börsen-Chart zeigen verfolgt?

Roepers: Ich selbst hatte leider keine Zeit. Damit hat sich einer unserer Analysten beschäftigt.

mm.de: Wie viel Prozent hält Atlantic Investment Management derzeit an Puma?

Roepers: Wir halten etwa 150.000 Puma-Aktien, also knapp 1 Prozent der Anteile.

mm.de: Es heißt, Ihre Gesellschaft sei nach Pinault-Printemps-Redoute (PPR) Börsen-Chart zeigen und Fidelity der drittgrößte Puma-Investor.

 Alexander Roepers , Präsident von Atlantic Investment Management, hält das PPR-Angebot von 330 Euro für zu niedrig. Die Gesellschaft mit Sitz in New York und Tokio verwaltet rund 4,5 Milliarden Dollar und ist stark in Adidas investiert.
Atlantic Investment Management
Alexander Roepers, Präsident von Atlantic Investment Management, hält das PPR-Angebot von 330 Euro für zu niedrig. Die Gesellschaft mit Sitz in New York und Tokio verwaltet rund 4,5 Milliarden Dollar und ist stark in Adidas investiert.
Roepers: Ich glaube nicht, dass wir zu den Top drei der Puma-Investoren zählen. Denn es gibt nur sehr wenige Investoren, die wie wir ihre Beteiligung unterhalb der Fünf-Prozent-Schwelle melden. Mit Blick auf diesen Sektor sind wir vor allem in Adidas Börsen-Chart zeigen investiert und gehören dort mit vier Millionen Aktien zu den zehn größten Investoren.

mm.de: Hatten Sie bereits Kontakt zum Puma-Management?

Roepers: Ja, wir trafen uns im Januar in Deutschland. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Aktie mit Blick auf die zu erwartenden Ergebnisse in 2007 und 2008 deutlich unterbewertet ist und kauften deshalb die Puma-Anteile. Wir glauben, dass die Aktie Potenzial bis zu 400 Euro hat. Inzwischen tauchte dann PPR auf.

mm.de: Demnach halten Sie das PPR-Angebot von 330 Euro also für zu niedrig?

Roepers: Absolut. 330 Euro entsprechen nicht dem fairen Preis der Aktie. Dieses Angebot orientiert sich an der Vergangenheit und spiegelt nicht den Wert des Unternehmens wider. Die Börse schaut dagegen nach vorn und hat ganz klar signalisiert, was sie von Puma Börsen-Chart zeigen hält. Nun kommt PPR Börsen-Chart zeigen, will ein fantastisches Unternehmen mit einer starken Marke, einem sehr guten Management und einem weltweit guten Vertriebsnetz für einen Preis kaufen, der nicht annehmbar ist.

Bei seinem Angebot hat PPR das Puma-Ergebnis von 2006 zugrunde gelegt. Sie müssen wissen: In diesem Jahr litt das Ergebnis von Puma unter kräftigen Investitionen in die Zukunft, während der Umsatz im gleichen Jahr um rund ein Drittel gesteigert wurde.

mm.de: PPR hat erklärt, das Angebot sei endgültig und man werde nicht mehr zahlen.

Roepers: Dann werden sie nicht 100 Prozent des Unternehmens bekommen. So einfach ist das. Sie haben Mayfair das Aktienpaket für 330 Euro je Stück abgekauft. Ich halte es für voreilig zu glauben, sie würden jetzt auch den Rest der Aktien für den gleichen Preis bekommen.

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