Sonntag, 29. Mai 2016

Sequoia Capital Erst Google, jetzt YouTube

Die Beteiligungsgesellschaft Sequioa Capital scheint bei ihren Investments öfter richtig zu liegen. Wer ist das, was macht diese Firma, die so branchentypisch still agiert?

Hamburg - Was für Bill Gates und sein Imperium Microsoft Börsen-Chart zeigen die Garage ist, dürfte für Sequoia Capital die Pizzeria sein. Immerhin begann die Geldanlagefirma ihr Wirken im Stockwerk über einer Pizzabäckerei im kalifornischen Menlo Park. Und das mit einigem Erfolg. Nicht nur, dass Sequoia inzwischen in neue Räumlichkeiten umziehen konnte, sondern auch bei ihren Beteiligungen scheint die Firma ein glückliches Händchen zu haben.

Typisch: YouTube ist eine klassische Beteiligung von Sequoia Capital
Beispiel Google. 1999 beteiligte sich der Venture Capitalist gemeinsam mit seinem Konkurrenten Kleiner Perkins Caufield & Byers am Unternehmen. Mit insgesamt 25 Millionen Dollar. Dafür rückten Mike Moritz von Sequoia und John Doerr von Kleiner Perkins in das Direktorium von Google ein. Dort sitzen sie noch heute.

Und dürften bereits frühzeitig von Googles Expansionsplänen erfahren haben. Nun schluckt Google YouTube zum Preis von gut 1,6 Milliarden Dollar. Sequoia dürfte damit einen guten Schnitt gemacht haben. Sicher nicht das erste Mal.

Denn seit ihrem Gründungsjahr 1972 hat Sequoia bereits viele Millionen Millionen Dollar in verschiedene Unternehmen investiert, alle im Technologiebereich. Darunter bekannte Namen wie Atari oder Oracle. Gut 10 Prozent der Aktien aus dem Technologieindex Nasdaq soll aus Firmen bestehen, die Sequoia finanziell angeschoben hat. Dabei tritt das Unternehmen auf seiner Homepage überraschend bescheiden auf. Keine bunten Animationen - nur Fakten in grüner und grauer Schrift, fast ein bisschen unprofessionell. "Denken Sie daran, dass die allerbesten Seed- und Early-Stage-Firmen sich in großartige Wachstumsunternehmen entwickeln", werden Leser dafür an die Philosophie des Hauses erinnert.

Die Philosophie schlägt auch auf die Investments selbst durch. "Ein gnadenloser Anstellungsprozess in den ersten 60 Tagen der Lebens eines Unternehmens ist wichtig, erklärt Michael Moritz. Der Manager aus dem Hause Sequioa ist für die Beteiligung an der Suchmaschine Google verantwortlich. "Darum hat Google mehr machen können mit weniger Angestellten als einige größere Unternehmen."

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