Mittwoch, 17. Oktober 2018

Börsengang Patrizia-Aktie startet über Ausgabepreis

Das Augsburger Immobilienunternehmen Patrizia ist am Freitag erfolgreich an der Börse gestartet. Die Erstnotiz liegt gut zwei Euro über dem Ausgabepreis. Zwei Drittel des Emissionserlöses von bis zu 400 Millionen Euro gehen an die Altgesellschafter.

Frankfurt am Main - Die Aktien des Börsendebütanten Patrizia Immobilien AG Börsen-Chart zeigen sind an ihrem ersten Handelstag am Freitag mit 21,50 Euro gestartet. Der erste Kurs lag damit 16 Prozent über dem Zuteilungspreis von 18,50 Euro. Patrizia ist nach der Sicherheitstechnikfirma Primion Börsen-Chart zeigen der zweite Neuling im Prime Standard, dem am stärksten regulierten deutschen Börsensegment, in diesem Jahr.

Wolfgang Egger: Der Chef der Augsburger Patrizia Immobilien AG kann zufrieden sein. Am ersten Handelstag startet die Aktie des Börsenneulings deutlich über dem Ausgabekurs
Patrizia, ein Augsburger Immobilien-Projektentwickler, hatte insgesamt bis zu 21,7 Millionen Anteilsscheine in einer Preisspanne von 15,80 bis 18,50 Euro zur Zeichnung angeboten. Von dem Emissionserlös von bis zu rund 400 Millionen Euro fließen etwa zwei Drittel auf das Konto der Altgesellschafter.

Patrizia strebt eine Aufnahme in den Nebenwertindex MDax Börsen-Chart zeigen an. Dort sind bereits die Immobiliengesellschaften Vivacon Börsen-Chart zeigen, Deutsche Euroshop Börsen-Chart zeigen und IVG Immobilien Börsen-Chart zeigen vertreten.

Das 1984 gegründete Unternehmen hat sich auf die Privatisierung von Mietwohnungen spezialisiert und bietet immobilienbezogene Dienstleistungen an. Mit dem Patrizia aus dem Börsengang zufließenden Geldern in Höhe von rund 122 Millionen Euro will Vorstandschef und Firmengründer Wolfgang Egger neue Immobilienprojekte finanzieren. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft bei einem Umsatz von 99,5 Millionen Euro einen Nettogewinn von 16,6 Millionen Euro ausgewiesen.

Nach dem Börsengang befänden sich bei voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption 46 Prozent der Unternehmensanteile im Streubesitz. Größter Aktionär mit rund 93 Prozent ist bislang die First Capital Partner von Vorstandschef Egger. Den Börsengang begleiten die Deutsche Bank, J.P. Morgan und Sal. Oppenheim.

reuters

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