Montag, 19. Februar 2018

Loewe Den Trend verschlafen

Der angeschlagene Fernsehgeräte-Hersteller Loewe hat im vergangenen Jahr erneut rote Zahlen geschrieben. Das Geschäft mit Röhrenbildschirmen schrumpft rasant, während der Konzern bei den gefragten Flachbildschirmen hinterher hinkt. Für 2005 hält Loewe dennoch die Gewinnschwelle für erreichbar.

München - Vor Zinsen und Steuern verbuchte Loewe Börsen-Chart zeigen 2004 wie bereits ein Jahr zuvor ein Minus von rund 26 Millionen Euro, teilte das Kronacher Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz fiel auf 267 Millionen Euro nach 283,2 Millionen im Vorjahr.

Loewe LCD-Fernseher: Zu lange an der Röhrentechnik festgehalten
Loewe führte das im Wesentlichen auf einen Rückgang im Geschäft mit traditionellen Bildröhrengeräten im Premiumsegment zurück. Zusätzlich hätten gefallene Preise bei Flachbildschirm-Geräten die Erlöse belastet. Im zweiten Halbjahr habe sich der der Umsatzrückgang unter anderem wegen des breiteren Produktportfolios aber abgeschwächt, teilte das Unternehmen mit.

Nach der Anteilserhöhung durch den japanischen Elektronikkonzern Sharp, nach einer Kapitalerhöhung und den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen erwartet Loewe den Angaben zufolge für 2005 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit).

Das 1923 gegründete Unternehmen hatte zu spät auf den Trend zu Flachbildschirm-Fernsehern reagiert und den Preiseinbruch bei Röhrengeräten stark zu spüren bekommen. Loewe war deshalb 2003 tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Loewe-Aktie, war erst kürzlich aus dem Kleinwerteindex SDax Börsen-Chart zeigen gefallen.

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