Montag, 17. Dezember 2018

Florian Homm Der "Kurskiller" muss zahlen

Die Finanzaufsicht hat gegen den als "Kurskiller" und "Plattmacher" bekannt gewordenen Fondsmanager eine Geldbuße verhängt. Homm soll mit einer Analyse zum Autovermieter Sixt den Aktienkurs gezielt gedrückt haben.

Frankfurt am Main - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das Verfahren wegen Kursmanipulation mit Aktien der Sixt AG Börsen-Chart zeigen abgeschlossen. Wie eine Sprecherin der Kontrollbehörde am Mittwoch auf Anfrage bestätigte, hat sie ein Bußgeld gegen den Hedgefonds-Manager Florian Homm verhängt.

Der Bußgeldbescheid sei "vor kurzem" rechtskräftig geworden. Über die Höhe der Strafzahlung machte die Sprecherin keine Angaben. Homm war für eine Stellungnahme kurzfristig nicht zu erreichen.

Ausgangspunkt der monatelangen Ermittlungen der BaFin war eine Studie der Vermögensverwaltungsgesellschaft United Zurichfinance (UZF) zu Sixt vom Februar 2003. Nach Angaben von Sixt ist Homm an der UZF beteiligt.

In der Studie wurde zum Verkauf der Sixt-Aktie wegen angeblicher Bilanzrisiken bei dem Automobilvermieter geraten. Sixt wollte daraufhin Schadenersatzklage einreichen und Strafantrag wegen Verdachts auf Kursmanipulation und Kreditschädigung stellen. Homm unterzeichnete später eine entsprechende Unterlassungserklärung.

Eduard Holetic, Dow Jones Newswires

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