Samstag, 27. August 2016

Allianz Der Große lässt die Muskeln spielen

Der Versicherer drängt die Minderheitsaktionäre der Dresdner raus. Das Angebot enttäuscht.

München - Die Allianz Börsen-Chart zeigen zahlt den Minderheitsaktionären der Dresdner Bank eine Abfindung in Höhe von 51,50 Euro je Aktie. Der Konzern nutzt damit die im neuen Übernahmegesetz geschaffene Möglichkeit des Ausschlusses der Minderheitsaktionäre ("Squeeze-Out"). Wie der Allfinanz-Konzern am Donnerstagabend in München mitteilte, soll der Beschluss auf der Hauptversammlung der Dresdner Bank am 24. Mai gefasst werden.

Zwar hat das Angebot von 51,50 Euro den Schlusskurs Börsen-Chart zeigen von Donnerstagabend um über sechs Prozent übertroffen, doch wer statt zu warten schon Mitte Juni vergangenen Jahres das Umtauschangebot der Allianz angenommen hätte, wäre besser gefahren. Der Versicherungskonzern bot für je zehn Dresdner-Bank-Anteile eine Allianz-Aktie und zusätzlich 200 Euro. Zum damaligen Kurs hätte ein Anleger rund 536 Euro einstreichen können. Heute gibt es für zehn Dresdner-Bank-Aktien nur noch 515 Euro.

Die Allianz hält eigenen Angaben zufolge 95,1 Prozent des Aktienkapitals der Dresdner Bank. Weitere 2,1 Prozent würden zeitnah durch bereits im letzten Jahr abgeschlossene Terminkaufverträge erworben. Somit müssten noch 2,8 Prozent des Kapitals abgefunden werden, hieß es.

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