Dienstag, 13. November 2018

Opel Hanenberger verläßt Vorstand

Der umstrittenene Chefentwickler Peter Hanenberger muß für die verfehlte Modellpolitik von Opel büßen. Sein Vorstandsvertrag wird nicht verlängert.

Hamburg/Rüsselsheim - Die Tage von Peter Hanenberger im Vorstand der deutschen General Motors-Tochter Adam Opel AG in Rüsselsheim sind gezählt. Wie das manager magazin in seiner Mai-Ausgabe (Erscheinungstermin 23. April 1999) berichtet, soll der 1997 auf zwei Jahre befristete Vorstandsvertrag des umstrittenen Chefentwicklers nicht verlängert werden.

Peter Hanenberger
DPA
Peter Hanenberger
Hanenberger, zeitweise auch Executive Vice-President der inzwischen aufgelösten General Motors International Operations (GMIO), wird die verfehlte Modellpolitik mit angelastet. Sie dürfte mit dazu beigetragen haben, daß der Anteil von Opel an den deutschen PKW-Neuzulassungen in den vergangenen vier Jahren von 16,7 Prozent auf 14,3 Prozent gesunken ist.

Hanenberger soll nach den Vorstellungen der Detroiter Konzernzentrale offenbar die Führung der wesentlich kleineren australischen GM-Tochter Holden Ltd. übernehmen. Dort hatte der gelernte Maschinenschlosser seine GM-Karriere 1976 begonnen.

Als Nachfolger von Hanenberger ist Corsa-Entwickler Hans Demant im Gespräch.

© manager magazin 1999
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH