Montag, 21. Januar 2019

Detlef Fischer, Systematics Vom Gründer zum Aufseher

Aktionärsschützer haben Detlef Fischer den Systematics-Verkauf an EDS übel genommen. Aber die Übernahme hat dem Firmengründer nicht nur viel Geld in die Tasche gespült. Mit dem amerikanischen Mutterhaus steht die IT-Firma auf sicherem Fundament.

"Friss oder Stirb": Systematics-Verkäufer Fischer
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"Friss oder Stirb": Systematics-Verkäufer Fischer

Knapp 200 Millionen Mark erhielt der Ingenieur aus Cuxhaven für sein Aktienpaket, als er den Internet-Dienstleister im März 2001 an den US-Konzern EDS (Electronic Data Systems) verkaufte. Fischer, der Systematics 1999 an den Neuen Markt gebracht hatte, musste das Unternehmen nach kreditfinanzierten Firmenübernahmen an einen kapitalkräftigen Partner anlehnen. Den freien Aktionären zahlte EDS 34 Euro je Anteilschein. Ein Jahr zuvor wurden die Papiere an der Börse noch zu Kursen von über 90 Euro gehandelt.

Dafür musste Fischer viel Kritik einstecken. "Friss oder stirb", betitelten Aktionärsschützer seinerzeit das Angebot. Dafür scheint das Überleben der Firma gesichert. EDS Börsen-Chart zeigen gilt als wichtigster IT-Dienstleister der US-Regierung und hält derzeit rund 98 Prozent der Anteile von Systematics.

Aus dem operativen Geschäft hat sich Fischer weitgehend zurückgezogen. Derzeit hält er den Posten als europäischer Senior Vice President bei EDS und ist Aufsichtsrat bei Systematics.


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