Freitag, 16. November 2018

Württembergische Übernahme von Commerzbank-Anteilen der Leonberger

Die Versicherungsgruppe übernimmt den Anteil der Commerzbank an der Leonberger Bausparkasse.

Stuttgart/Leonberg - Die Württembergische Versicherungsgruppe (Stuttgart) wird den 40-Prozent-Anteil der Commerzbank an der Leonberger Bausparkasse (Leonberg) übernehmen. Darauf habe sich das Versicherungsunternehmen mit der Commerzbank verständigt, teilten die Württembergische und die Leonberger am Mittwoch morgen mit.

Damit würde die Württembergische über mindestens 80 Prozent der Stimmrechte an der Leonberger Bausparkasse verfügen, da die Württembergische Lebensversicherung AG (WürttLeben) bereits 40 Prozent der Anteile hält. Die Leonberger Bausparkasse begrüßte die schnelle Einigung ihrer Hauptaktionäre. Die Kooperation mit der Württembergischen Versicherungsgruppe sei seit vielen Jahren bewährt.

Die zehnjährige Kooperation mit der Commerzbank wird zum Jahresende beendet. Die Leonberger betonte, die Zugehörigkeit zu einem starken Verbund aus Württembergischer und Wüstenrot-Gruppe mit der Kernkompetenz Bausparen eröffne "genügend Chancen, auch ohne den bisherigen Bankpartner die Marktposition auszubauen".

Die Württembergische Versicherungsgruppe läßt mit der Übernahme eine alte Verbindung aufleben. Von 1939 bis 1988 hatte der Vorgänger der Württembergischen, die Allgemeine Rentenanstalt (ARA), die Mehrheit an der Leonberger gehalten. Zudem bestehen zwischen der Württembergischen und der Leonberger Kooperationsverträge.

Wüstenrot sieht in der Übernahme der Commerzbank Anteile einen weiteren Schritt zur Bündelung zukunftsorientierter Sparten. Die Württembergische und die Bausparkasse Wüstenrot hatten im November überraschend angekündigt, zum 1. Januar zu fusionieren. Die Fusion müsse nun vorrangig vorangetrieben werden.

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