Sonntag, 4. Dezember 2016

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Ölreserven steigen auf Rekordniveau USA schwimmen im Öl - Ölpreise fallen wieder

Ölförderung in Nord Dakota: Die Fracking-Technologie sorgt für eine Ölschwemme in den USA - und drückt auf die Preise
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Ölförderung in Nord Dakota: Die Fracking-Technologie sorgt für eine Ölschwemme in den USA - und drückt auf die Preise

Die Ölpreise sind am Mittwoch in Erwartung rekordhoher US-Ölreserven gefallen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 41,47 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 40 Cent auf 41,05 Dollar. Der Rückgang der Ölpreise belastete auch die Börsen: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen rutschte im frühen Handel ins Minus, und der Dax gab den Großteil seiner Gewinne wieder ab.

"Der massive Lageraufbau bei Rohöl in den USA dürfte die Sorgen der Anleger vor überquellenden Öltanks in den USA weiter schüren", hieß es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank.

Am Mittwoch Nachmittag veröffentlichte das amerikanische Energieministerium seine neuen Lagerzahlen zu Rohöl und Ölprodukten. Die Rohölbestände stiegen um 9,5 Millionen Barrel auf ein neues Rekordniveau von 532,5 Millionen Barrel. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet, aber nur um 2,5 Millionen Barrel. Am Dienstagabend hatte bereits das privatwirtschaftliche US-Institut API einen starken Aufbau der Rohölvorräte gemeldet.

Das viele überschüssige Erdöl, das in den USA zurzeit gelagert wird, gilt als ein Grund für das geringe Preisniveau am Ölmarkt.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) war zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 36,68 Dollar betragen habe. Das waren 41 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells.

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la/dpa-afx

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