Dienstag, 26. Juli 2016

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Dax im Aufwärtstrend Draghi und Yellen entscheiden über Jahresendrally

Kaufen, was die Hände tragen: Das Wochenende nach Thanksgiving zählt für den Handel zu den umsatzstärksten in den USA

Jahresendrally? Der Dax notiert über der 200-Tage-Linie. Börsianer erwarten, dass EZB-Chef Draghi am Donnerstag die Geldschleusen noch weiter öffnet. Auch Janet Yellen hat in dieser Woche einen Auftritt.

Für Anleger kommt es am Donnerstag zum Schwur: Dann wird EZB-Chef Mario Draghi wohl die Geldschleusen weiter öffnen. Kurz darauf tritt seine US-Kollegin Janet Yellen vor den Kongress, um die Geldpolitik der Fed zu erläutern und die bevorstehende Zinswende vorzubereiten.

"Die EZB wird liefern", sagt Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. Er blicke daher vorsichtig optimistisch auf die neue Woche.

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen werde die Luft für den Dax Börsen-Chart zeigen allerdings dünn. Am Freitag schloss der Index leicht im Minus.

Yellen werde bei ihrer halbjährlichen Anhörung vor dem Parlament darauf achten, an ihrer bisherigen Linie festzuhalten und Anleger so wenig wie möglich zu verunsichern, sagt Basse.

Den Euro wird die EZB-Entscheidung in der neuen Woche näher an die Parität führen. Bereits vor dem Jahresende könnte er unter die Marke von einem Dollar rutschen, meinen einige Börsianer. Es wäre das erste Mal seit dem Nikolaustag 2002.

Euro nähert sich 13-Jahres-Tief zum Dollar

Unter Börsianern gilt als sicher, dass die Europäische Zentralbank ihre Anleihenkäufe ausweitet. Denkbar sei eine Verlängerung der Ankauffrist bis ins Jahr 2017 oder eine Aufstockung des Volumens von derzeit 60 Milliarden Euro monatlich. Auch eine Anhebung des Strafzinses auf Einlagen bei der Notenbank schließen sie nicht aus. Damit sollen die Banken gedrängt werden, Kredite zu vergeben statt das Geld bei der EZB zu horten. Wasser auf die Mühlen der Befürworter weiterer Geldspritzen könnten die Inflationsdaten aus Deutschland (Montag) und der Euro-Zone (Mittwoch) liefern.

US-Arbeitsmarktdaten am Freitag

Daneben warten Börsianer auf die US-Jobdaten am Freitag, die als wichtiger Einflussfaktor für die Fed gelten. Einen Vorgeschmack liefern zwei Tage zuvor die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP. Die US-Notenbank wird Mitte Dezember voraussichtlich erstmals seit fast zehn Jahren den Leitzins wieder anheben.

Bilanz des Black-Friday-Wochenendes

Zudem stehen nach Thanksgiving die ersten Zahlen zur Feiertagssaison im US-Einzelhandel an. Der Auftakt des "Black Friday" fiel verhalten aus. Der Branchenverband der US-Einzelhändler rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatzplus von 3,7 Prozent, was weniger wäre als 2014 mit 4,1 Prozent. Am Freitag war der Dow-Jones-Index mit einem Minus, S&P 500 und die Nasdaq dagegen mit einem Plus aus dem Handel gegangen.

Ende der Ölflut? OPEC will Ölproduktion nicht drosseln

Bei Rohstoff-Anlegern richten sich die Blicke am Freitag gen Wien, wo die Opec tagt. Bjarne Schieldrop, Analyst der Bank SEB, warnt jedoch davor, auf eine Kürzung der Fördermengen zu hoffen. "Die Opec hat sehr deutlich gemacht, dass sie wegen der niedrigen Preise die Produktion nicht drosseln wird."

Saudi-Arabien und andere Staaten des Kartells wollen auf diese Weise Konkurrenten mit höheren Produktionskosten aus dem Markt drängen - die Fracking-Technologie in den USA soll damit unrentabel und zur Aufgabe gezwungen werden. Wegen der Ölflut hat sich der Preis für die Sorte Brent seit Mitte 2014 auf etwa 45 Dollar je Barrel mehr als halbiert.

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la/reuters

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