Frankfurt - Der Dax schloss auf Xetra bei 6147 Zählern und damit 0,2 Prozent über Vortagesschluss. Am Vormittag war er bis auf 6060 Zähler abgerutscht. Auf Wochensicht verbuchte der deutsche Leitindex ein Minus von 0,3 Prozent.
Grund für die späte Erholung des Dax waren Impulse aus den USA. Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten haben die US-Börsen ihre Anfangsverluste reduzieren können. Sowohl Dow Jones als auch Nasdaq Composite notierten zum Xetra-Schluss nur noch knapp im Minus.
Die Wirtschaft in den USA verlor im zweiten Quartal zwar an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt der USA war im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,4 Prozent gewachsen und damit leicht unter den Erwartungen geblieben.
Andererseits aber verbesserte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Juli überraschend. Zudem trübte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima in diesem Monat nicht so stark ein wie zuvor berechnet. Der entsprechende Index fiel von 76 Zählern im Vormonat auf 67,8 Punkte.
HeidelbergCement nach Zahlen am Dax-Ende
Nachdem am Donnerstag eine Flut an Geschäftsberichten den Markt überschwemmt hatte, kehrte an diesem Morgen etwas Ruhe ein. Von den Dax-Konzernen legte am Freitag lediglich HeidelbergCement Quartalszahlen vor. Der Bericht wurde von Händlern als "gemischt" bewertet. "Umsatz und operatives Ergebnis überzeugten, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und das Nachsteuerergebnis enttäuschten", urteilte einer von ihnen. Die Aktie des Baustoffe- Herstellers war mit minus 3,4 Prozent auf 38,645 Euro schwächster Dax-Wert.
Lufthansa erholt sich
Die am Vortag noch sehr schwachen Papiere der Lufthansa erholten sich indes wieder und verteuerten sich um 2,09 Prozent auf 12,475 Euro.
Im MDax waren die Aktien von EADS mit plus 2,99 Prozent auf 18,070 Euro zweitstärkster Wert. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern bekräftigte nach einem Auftragsboom im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Ein Analyst lobte den Auftragsbestand des Konzerns, der für deutliches Aufwärtspotenzial sorge.
Euro gibt leicht nach
Beim Anlagenbauer Gea Group verwiesen Börsianer zur Begründung der Kursverluste von 2,93 Prozent vor allem auf Enttäuschungen auf der Ergebnisseite im zweiten Quartal. Im TecDax knüpften die Titel der Software AG mit minus 3,84 Prozent an ihre deutlichen Vortagesverluste an. Händlern zufolge gerieten die Aktien im Zuge zahlreicher Abstufungen und Zielsenkungen durch Analysten weiter unter Druck.
Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,35 (Vortag: 2,40) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 125,75 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,41 Prozent auf 128,58 Punkte.
Der Euro fiel am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3028 (Vortag: 1,3069) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7676 (0,7652) Euro.
mak/dpa-afx
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