New York - Mit einem Rekordverlust von 15,31 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2008 hat die ehemalige Investmentbank Merrill Lynch die schlimmsten Erwartungen der Wall Street übertroffen. Das Minus betrug 9,62 Dollar pro Aktie. Hintergrund sind weitere enorme Abschreibungen auf faule Wertpapiere in der Bilanz der Bank.
Das Desatser schwächt Merrills neuen Eigentümer, die Bank of Amerika. Merrill war unmittelbar nach der Pleite der Bank Lehman Brothers am 15. September 2008 in die Hände der Bank of America geraten. Diese hatte damals 19,4 Milliarden Dollar dafür bezahlt. Damals war das gesamte US-Investmentbankensystem ins Wanken geraten, wovon auch Merrill Lynch betroffen war.
Nun hätte Merrill die Bank of America fast selbst in den Ruin getrieben. Das Merrill-Ergebnis ist noch nicht einmal in den ebenfalls schlechten Zahlen der Bank of America konsolidiert.
Der Staat musste erst am Freitag der angeschlagenen Bank deshalb erneut mit einer Kapitalspritze in Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Die Regierung steigt mit 20 Milliarden Dollar bei der Bank of America ein und gibt Garantien über weitere 118 Milliarden.
manager-magazin.de mit Nachrichtenagenturen
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