Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das vergangene Jahr wieder mit Gewinn abgeschlossen. Nach einem Rekordverlust von 19,2 Milliarden Franken im Jahr 2010 dürfte sich im abgelaufenen Jahr ein Gewinn von 13 Milliarden Franken (10,7 Milliarden Euro) einstellen, wie die SNB am Freitag in Zürich mitteilte. Die Summe basiert auf einer internen Schätzung der Notenbank. Der Bilanzgewinn geht demnach zu fünf Milliarden Franken auf Wertzuwächse im Goldbestand und zu acht Milliarden Franken auf die Devisenreserven zurück.
Die Notenbank hatte in dieser Woche durch den Rücktritt von Präsident Philipp Hildebrand Schlagzeilen gemacht. Er stellte wegen Kritik an Devisenspekulationen seiner Ehefrau sein Amt zur Verfügung. Als Favorit auf seine Nachfolge gilt Nationalbank-Vize Thomas Jordan.
Der Rekordverlust 2010 war im Wesentlichen wegen Bewertungsverlusten im Fremdwährungsbereich entstanden. Seinerzeit hatte der Franken zu vielen wichtigen Währungen wie dem Euro massiv aufgewertet. Gegen diesen Trend hatte sich die SNB zwar mit Interventionen am Devisenmarkt gestemmt, allerdings lange Zeit erfolglos.
Dies änderte sich im September vergangenen Jahres, als die Notenbank die Finanzmärkte mit einer scharfen Erklärung und einer faktischen Kursobergrenze für den Franken überraschte. Seither ist der Kurs des Franken stabil. Umgekehrt hat der Euro
die von der SNB festgelegte Untergrenze von 1,20 Franken seitdem nicht mehr unterschritten.
cr/dpa
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