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21.12.2011
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Probleme bei Unicredit

HVB gerät ins Visier der Finanzaufsicht

Von Ulric Papendick

Schutz vor dem Zugriff der Mutter: Die HVB musste sich gegenüber der Bafin verpflichten, das Eigenkapital auf keinen Fall in die Mailänder Unicredit-Zentrale zu transferieren
DPA

Schutz vor dem Zugriff der Mutter: Die HVB musste sich gegenüber der Bafin verpflichten, das Eigenkapital auf keinen Fall in die Mailänder Unicredit-Zentrale zu transferieren

Die Münchener HypoVereinsbank steht infolge der Krise ihres Mutterinstituts Unicredit unter verschärfter Beobachtung der Finanzaufsicht Bafin. Sowohl beim Eigenkapital als auch bei der Liquidität der Bank hat die Aufsichtsbehörde Restriktionen erlassen. Ziel ist die Abschirmung gegen Zugriffe von Unicredit.

Hamburg - Der Vorstand der HVB musste sich gegenüber der Bafin verpflichten, das Eigenkapital der HVB (oder Teile davon) auf keinen Fall in die Mailänder Konzernzentrale zu transferieren. Das meldet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die ab Freitag (23. Dezember) im Handel ist.

Ursprünglich hatten die Bankenaufseher erwogen, um das Eigenkapital der Münchener Bank einen Schutzschild zu errichten ("Ringfence"). Nachdem sich die HVB-Spitze verpflichtete, das Kapital nicht anzurühren, sahen die Aufseher davon ab.

Die HVB verfügt nach dem konzerninternen Verkauf ihrer österreichischen Tochter Bank Austria an das Mutterhaus über eine stattliche Kernkapitalquote von knapp 17 Prozent. Unicredit hingegen kommt aktuell nur auf gut 8 Prozent - zu wenig, um die Risiken aus den fast 40 Milliarden Euro an italienischen Staatsanleihen in den Büchern der Bank abzufedern. Der Konzern plant deswegen im nächsten Frühjahr trotz des schwierigen Umfelds an den Finanzmärkten eine Kapitalerhöhung.

Auch die Möglichkeiten der HVB-Manager, ihrem Mutterhaus über die Vergabe von Krediten Liquidität zuzuführen, hat die Bafin eingeschränkt. Die HVB darf Unicredit nur noch zu Bedingungen Geld leihen, die sie auch bei fremden Instituten zur Anwendung bringen würde.

Zudem müssen die Italiener Sicherheiten vorlegen, was ihnen aber offenbar schwerfällt. Die Qualität der angebotenen Papiere, so ein deutscher Finanzaufseher gegenüber manager magazin, sei "diskutabel".

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