Von Arne Gottschalck
"Der Markt ignoriert die ansteigenden Preise noch. Ansonsten hätte der Goldpreis schon längst neue Höchstkurse verzeichnet", so der Rohstoffexperte. Und selbst wenn man davon ausgeht, dass die Geldentwertung nicht steigt, sondern nur stabil bliebe; zumindest den Deutschen wäre es egal. Zwar halten sie Gold aufgrund der Preissteigerungen der vergangenen Jahre nicht mehr für so attraktiv wie vor einige Jahren, doch die Kaufbereitschaft steigt weiter, beobachten die Forscher.
"Die Tatsache, dass viele Investoren trotz der Preisanstiege im letzten Jahr nach wie vor bereit sind in Gold zu investieren, kann als Verunsicherungsindiz gewertet werden", schreiben die Wissenschaftler um Professor Jens Kleine vom Steinbeis Research Center for Financial Studies: "So wird Gold zwar als teuer angesehen, aber von den Anlegern aufgrund der Furcht vor einem Geldwertverlust weiter gekauft."
Das zeigt sich auch im Timing der Goldkäufe. Die Steinbeis-Hochschule beobachtet drei Wellen. Die erste rollte 2007/2008, zu Zeiten der Lehman-Insolvenz. Die zweite Welle begann im Jahr 2010, als die Probleme Griechenlands offenkundig wurden. Und die dritte Welle läuft seit Mitte 2011. Getrieben übrigens auch von den Zentralbanken der Welt. Denn die haben erstmals seit zwanzig Jahren mehr Gold gekauft als verkauft, beobachtet die Postbank
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Der Vermögensverwalter und Fondsmanager Bert Flossbach bringt es auf einen einfachen Nenner: Gold ist immer Gold, so sagt er und rät seinen Kunden zu 15 bis 20 Prozent Gold im Portfolio. Einen Schutzwall aus Gold.
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