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08.03.2011
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Schwellenländer vs. Industriestaaten

Wo Aktien die höchsten Renditen bringen 

Von Christoph Rottwilm

Topperformer: Diese Aktien brachten 2010 weltweit die höchsten Rendite
Fotos
AFP

3. Teil: Welche Strategie die besten Renditeaussichten bietet

Die Credit Suisse Chart zeigen etwa macht in einer Analyse auf die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel aufmerksam. Zudem könne ein Konflikt mit dem Iran zu Engpässen bei der weltweiten Erdölversorgung führen, so die Schweizer Bank. Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls müssen durch die Straße von Hormuz, die an der iranischen Küste den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet. Und welche Auswirkungen schon kleine Störungen am Ölmarkt auf den Preis des wichtigsten Rohstoffs haben können, lässt sich in diesen Tagen eindrucksvoll verfolgen.

So eine Erschütterung am Ölmarkt würde zwar auch sämtliche Industrienationen treffen. Viele Experten halten die Börsen dort jedoch in der aktuellen Lage alles in allem dennoch für attraktiver. "In den nächsten Monaten werden sich die etablierten Märkte besser entwickeln als die Emerging Markets", sagt etwa Burkhard Allgeier von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Neben der Inflation und der Gefahr von politischen Unruhen spricht seiner Ansicht nach vor allem dafür, dass sich die Konjunkturaussichten in den entwickelten Märkten zuletzt verbessert haben. "Der Ifo-Index markiert fortlaufend Höchststände und der US-Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen einer Belebung", sagt er.

"Bei Schwellenländern gibt es einige Risiken, die nicht zu unterschätzen sind", sagt auch Hannes Peterreins, Vermögensverwalter aus München. "Beispielsweise in China das politische Risiko." Der Anlageprofi wirft zudem eine prinzipielle Frage auf, die sich jeder Anleger stellen sollte: Braucht er überhaupt eine so hohe Zielrendite? "Die ist immer auch mit einem entsprechend hohen Risiko verbunden", sagt Peterreins. "Wer auf die hohe Rendite auch verzichten kann, sollte besser die Finger von Schwellenländer-Wertpapieren lassen."

Experten favorisieren Industrieländer

Viele Anleger sind offenbar schon zu diesem Schluss gekommen. Darauf deuten jedenfalls die Mittelzu- und -abflüsse in den vergangenen Monaten hin. So wurden nach Angaben der DJE Kapital AG bis zum Ende des vergangenen Jahres historische Rekordvolumina in Schwellenländer-Aktienfonds investiert. Aktienfonds mit Investitionsziel USA dagegen verzeichneten gleichzeitig Nettomittelabflüsse. Seit Jahresanfang jedoch dreht sich diese Entwicklung laut DJE um: Während bereits rund 18 Milliarden Euro aus Schwellenländer-Aktienfonds abflossen, verbuchten im Inland anlegende US-Aktienfonds Zuflüsse.

"Gleichzeitig werden die Schwellenländer-Aktienmärkte durch hohe Neuemissionsvolumina belastet", sagt DJE-Vorstand Eberhard Weinberger. "Alles in allem entsteht also kurzfristig im Schwellenländer-Bereich ein ungünstiges Angebots-Nachfrage-Verhältnis." Das Fazit des Vermögensverwalters ist daher eindeutig: "Mittel- bis langfristig gefällt uns nach wie vor die asiatische Schwellenländerregion und insbesondere China am besten", sagt er. "Kurzfristig könnten sich die Aktienmärkte der Industrieländer zumindest relativ gesehen jedoch besser entwickeln."

Eine Alternative indes gibt es, die möglicherweise die besten Renditeaussichten verspricht: Das Investment in etablierte Konzerne westlicher Provenienz, die jedoch einen Großteil ihres Geschäftes in den aufstrebenden Regionen machen. Die BCG-Studie ergab: Im vergangenen Jahr waren es genau diese Unternehmen, die die höchsten Aktienrenditen brachten. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH Chart zeigen etwa gehört ebenso dazu wie in Deutschland die Autobauer Volkswagen Chart zeigen, BMW Chart zeigen und Daimler Chart zeigen sowie das Chemieunternehmen BASF Chart zeigen.

Aber Vorsicht: Weil diese Aktien bereits sehr gut gelaufen sind, könnte ein Großteil der Chancen schon im Preis enthalten sein.

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