New York - Der größte US-Autobauer General Motors will nach Informationen aus Finanzkreisen seine Präsentationstour für den geplanten Börsengang Anfang November starten. Die sogenannte Roadshow, bei der das Unternehmen seine Zukunftspläne vorstellt, um das Interesse von Investoren zu wecken, solle direkt nach den Zwischenwahlen für den Kongress am 2. November starten, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen.
Die Werbetour starte am 3. November und solle zwei Wochen dauern. Der Preis für den geplanten Börsengang könne am 17. November festgesetzt werden, die Erstnotiz (IPO) sei für den 18. November geplant. Die Quellen warnten aber, der Zeitplan sei noch nicht abschließend verabschiedet und könne noch durch das Marktumfeld an der US-Aktienbörse beeinflusst werden.
Die Rückkehr des Autobauers auf das Parkett könnte einer der größten US-Börsengänge werden. Nach durchlaufenem Insolvenzverfahren will GM Schätzungen zufolge bis zu 20 Milliarden Dollar einnehmen. GM hatte im August den Antrag für die Rückkehr aufs Börsenparkett eingereicht, nannte dabei jedoch kaum finanzielle Details. Zum 1. September ist der neue Konzernchef Dan Akerson angetreten.
Die US-Regierung hatte den Hersteller mit 50 Milliarden Dollar gestützt und dafür die Mehrheit an GM erhalten. Mithilfe des Börsengangs soll der Staatsanteil nun reduziert werden. Für die Obama-Regierung, die wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche der USA unter Druck steht, wäre ein erfolgreicher Börsengang von hoher politischer Bedeutung.
ak/dpa-afx/reuters
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