Stuttgart - Eine Daimler-Sprecherin bestätigte am Donnerstag Medienberichte über die abgelehnte Klage. "Das US-Konkursgericht hat mit Entscheidung vom 27. Juli 2010 sämtliche Ansprüche des Liquidation Trust als nicht plausibel abgelehnt. Sollte der Liquidation Trust mögliche weitere rechtliche Schritte einleiten, wird sich Daimler auch weiterhin energisch zur Wehr setzen", sagte die Sprecherin. "Daimler sah und sieht weiterhin die Ansprüche als vollkommen unbegründet an."
Nach Ansicht der Gläubiger sollen beim Verkauf der Chrysler-Mehrheit an den Finanzinvestor Cerberus Werte von rund neun Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) verloren gegangen sein. Die US-Richter sahen jedoch keine Anzeichen für eine betrügerische Absicht. Daimler
hatte 2007 nach neun gemeinsamen Jahren 80,1 Prozent der Chrysler-Anteile abgegeben. Im darauffolgenden Jahr trennte sich der Konzern auch vom Rest seiner Anteile.
Im April 2009 schließlich musste der US-Autohersteller Insolvenz anmelden. Das operative Geschäft wurde in eine neue Gesellschaft übertragen, die mehrheitlich einem Fonds der Gewerkschaft UAW gehört und von Minderheitsaktionär Fiat
geleitet wird.
ak/dpa-afx
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