Auf der anderen Seite nimmt die Zahl der Kunstkäufer stetig zu. Allein der wachsende Wohlstand in Schwellenländern wie China, Indien und Russland sorgt für eine immer größer werdende Zahl Vermögender, die ihr Interesse an Kunst entdecken. Zudem drängen - zum Beispiel über Kunstfonds - auch immer mehr reine Investoren sowie reine Spekulanten in den Markt.
Nach den Gesetzen der Ökonomie tendieren die Kunstpreise daher eher nach oben als nach unten. So erklären sich zumindest zum Teil auch die immer neuen Rekorde, die bei Kunstauktionen in New York, London und anderen einschlägigen Metropolen aufgestellt werden.
Und damit nicht genug: Nicht nur die Preise können steigen. Kunst eignet sich wegen ihrer ausgleichenden Wirkung zusätzlich als Beimischung fürs Portfolio. Eine Untersuchung von Roland Berger Strategy Consultants etwa hat ergeben, dass Kunst nicht mit anderen Anlageformen korreliert. Weder mit Immobilien, noch mit Wertpapieren. Sie eignet sich also, um das Gesamtrisiko eines Anlagebündels zu senken.
Lauter gute Gründe also, in Kunst zu investieren. Aber ist dafür jetzt, unmittelbar nach der großen Weltwirtschaftskrise, auch der richtige Zeitpunkt? "Die ersten Auktionen des Jahres haben erneut Rekordpreise gebracht und gezeigt, dass der Markt sehr stabil ist", sagt Christina Schroeter-Herrel. "Während der Krise gab es zwar Umsatzrückgänge. Die Ursache dafür war aber, dass Anbieter zurückhaltend waren, weil sie Preisabschläge befürchteten." Die Folge: Die Kunstbesitzer brachten ihre Werke gar nicht erst zur Auktion, der Markt schrumpfte leicht.
Dabei wäre die Nachfrage nach Ansicht der Expertin von der Deutschen Bank
da gewesen. Genau wie auch gegenwärtig. Schroeter-Herrel jedenfalls ist sich sicher: "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, in den Markt einzusteigen."
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