Die Maklerbranche frohlockt angesichts des frischen Windes, den ihr Niedrigzinsen und fehlende Alternativen bringen. "In den zehn Top-Städten erwarten wir in den nächsten zehn Jahren Stabilität oder steigende Preise", sagt Schick. Den Trend wertet er als Abkehr von übertriebenen Gewinnforderungen. "Es kehrt ein neuer Konservatismus bei der Geldanlage zurück."
Angesichts der mancherorts geradezu explodierenden Preise werden jedoch auch kritische Stimmen laut. "In Hamburg und München ist die Lage schon extrem", sagt der Chef der auf deutsche Wohnimmobilien spezialisierten Investmentfirma Estavis, Florian Lanz, gegenüber manager magazin. "Da werden oft nur noch Liebhaberpreise bezahlt."
Einigen Investoren gehe es offenbar nur noch darum, ihr Geld zu erhalten. "Vom Geld verdienen kann man angesichts mancher Kaufpreise nicht mehr sprechen", sagt Lanz. Irgendwann hätten die Mieten auch einmal ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.
"Es gibt Bedenken angesichts der Entwicklung", sagt auch Deutsche-Bank-Mann Just. Einen ungesunden Boom sehe er anhand der derzeit vorliegenden Daten jedoch noch nicht. Nun müsse sich zeigen, ob sich die Tendenz in diesem Jahr fortsetzt.
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