16.03.2010
Twitter GooglePlus Facebook

Griechenland-Hilfe

"Im Konsens lässt sich der Fall nicht lösen"

Von Lutz Reiche und Nils-Viktor Sorge

3. Teil: "Euro-Finanzminister zu weich gegenüber Griechenland"

Nach dem Geschmack vieler Familienunternehmen in Deutschland übten die Euro-Mitgliedsstaaten ohnehin zu viel Nachsicht mit der Regierung in Athen.

Sanktionen statt Auffangnetz: Manche Beobachter verlangen von der EU mehr Strenge gegenüber der griechischen Regierung
Zur Großansicht
REUTERS

Sanktionen statt Auffangnetz: Manche Beobachter verlangen von der EU mehr Strenge gegenüber der griechischen Regierung

"Die Euro-Finanzminister haben eine zu weiche Position gegenüber Griechenland eingenommen. Das gespannte Auffangnetz setzt die falschen Anreize, ist eine faktische Ausheblung der Maastrichtkriterien", kritisiert Albrecht von Hagen, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Die Familienunternehmer.

Gegenwärtig erweise sich der Euro trotz Griechenlandkrise noch als sehr stabil. "Europa und der Euro sind stark genug, um eine konsequente Haltung gegen staatliche Hilfen aufrecht zu halten", ist von Hagen überzeugt. Wiederholte Verstöße gegen die Defizitkriterien des Maastricht-Vertrages sollte Brüssel mit Sanktionen ahnden, statt Rettungsnetze aufzuspannen oder Garantien in Aussicht zu stellen. Denn letztlich müssten die Steuerzahler dafür geradestehen. Direkte Hilfen lehnt von Hagen schon deshalb ab, "weil sonst umgehend die nächsten Euro-Länder Schlange stehen, deren Regierungen vor unpopulären Sanierungsschritten zurückschrecken."

Genau aus dieser Befürchtung heraus richtet sich der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) gegen ein Auffangnetz, wie es aus seiner Sicht ein Europäischer Währungsfonds darstellte. "Je nach Ausgestaltung käme das einer Einladung an andere Länder gleich, gegen die Regeln zu verstoßen, weil das für sie ohne Folgen bliebe", sagte auch BVMW-Präsident Mario Ohoven gegenüber manager magazin.

Die jetzt von den Finanzministern der Euro-Zone angestrebte Kreditlösung hält Ohoven für die "bessere Variante". Der Tatsache, dass dabei auf Deutschland zusätzliche Belastungen von zunächst vier bis fünf Milliarden Euro zukommen dürften, begegnet der BVMW-Präsident mit Pragmatismus: "Das ist wohl der ordnungspolitische Preis, den wir als wirtschaftlich starkes Land zahlen müssen."

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken