Kiel - Für 2010 erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) unverändert einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,2 Prozent. Für 2011 verringerte das Institut seine Prognose auf plus 1,8 Prozent, nachdem es im Dezember noch ein Wachstum von 2,0 Prozent erwartet hatte. Die Experten begründen dies damit, dass die für 2011 geplante Senkung der Einkommensteuer geringer ausfallen dürfte als damals erwartet.
Eine Reihe von Indikatoren deute auf einen sehr schwachen Start der deutschen Wirtschaft ins laufende Jahr. Für das erste Quartal rechnen die IfW-Experten daher mit einem "spürbar" gesunkenen BIP. Die konjunkturelle Grundtendenz sei nach wie vor schwach. Zudem habe der strenge Winter zu einem Einbruch bei der Bautätigkeit geführt. Auch der Einzelhandel habe unter der kalten Witterung in den ersten beiden Monaten des Jahres gelitten. "Die Einbußen dürften jedoch im weiteren Jahresverlauf aufgeholt werden."
Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt sei weiter erstaunlich positiv. Im Jahresdurchschnitt 2010 rechnen die IfW-Forscher mit 3,4 Millionen Arbeitslosen. Im kommenden Jahr dürften im Schnitt 3,3 Millionen Personen arbeitslos sein. Der Preisauftrieb wird aus IfW-Sicht "verhalten" bleiben. Voraussichtlich werde die Inflationsrate 2010 mit 0,6 Prozent etwas höher ausfallen als im Vorjahr. Im kommenden Jahr rechnen die Kieler Forscher mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.
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