München - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hält trotz Zahlungen für Erdbebenschäden in Chile und den Wintersturm "Xynthia" in Europa an seinem angepeilten Milliardengewinn fest. Ein Konzernergebnis von mehr als 2 Milliarden Euro bleibe in diesem Jahr erreichbar, sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in München.
Im Jahr 2011 will das Management den Gewinn wieder steigern, nachdem das Unternehmen 2009 unter dem Strich 2,5 Milliarden Euro verdient hatte.
Die Munich Re hat zudem mitgeteilt, Milliardensummen in Staatsanleihen angeschlagener Länder wie Griechenland und Irland investiert zu haben. Von den 164 Milliarden Euro, die die Munich Re an festverzinslichen Papieren hält, stecken 44 Prozent in Staatspapieren, wie das Unternehmen bei der Bilanzvorlage am Mittwoch mitteilte. Von dieser Summe entfallen wiederum 16 Prozent auf die Länder Griechenland, Spanien, Italien, Irland und Portugal. 3 Prozent alleine stecken in griechischen Staatsanleihen, was einer Größenordnung von 2 Milliarden Euro entspräche.
Die beiden Naturkatastrophen, das Erdbeben in Chile sowie der Wintersturm "Xynthia", dürften den Dax-Konzern im laufenden Jahr nach Schätzung des Vorstands insgesamt mit einer halben Milliarde Euro belasten. Bis zu 100 Millionen Euro davon entfallen auf den Sturm "Xynthia", der Ende Februar in Europa tobte.
Den versicherten Marktschaden schätzt die Munich Re bei dem Chile-Beben auf 4 Milliarden bis 7 Milliarden US-Dollar. "Xynthia" dürfte einen versicherten Schaden von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro verursacht haben, davon 300 bis 500 Millionen Euro in Deutschland.
manager magazin mit Material von dpa-afx und reuters
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