Washington/Berlin - Im Kampf gegen Spekulanten bekommt das hoch verschuldete Griechenland nach Gesprächen mit den Europäern nun auch von der größten Wirtschaftsmacht der Welt Unterstützung. Nach Beratungen mit US-Präsident Barack Obama am Dienstag in Washington sagte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou, Obama begrüße entsprechende europäische Initiativen.
Er habe vom Präsidenten in dieser Frage eine "positive Antwort" erhalten, sagte der Ministerpräsident laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. "Das bedeutet, dass diese Sache beim nächsten G-20-Treffen auf der Tagesordnung stehen wird."
Ein Vertreter der griechischen Regierung sagte, die USA würden den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern ihre Pläne für eine Eindämmung von Spekulationsgeschäften vorlegen. Die Vorschläge könnten noch über die Pläne der europäischen Seite hinausgehen. Das nächste G-20-Gipfeltreffen findet im Juni in Kanada statt. Im Frühjahr treffen sich bereits die Finanzminister der Länder in Washington.
Obama habe auch seine Unterstützung für die Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland deutlich gemacht, sagte Papandreou. Er habe die USA aber nicht aber nicht um Finanzhilfen gebeten. Der amerikanische Regierungssprecher Robert Gibbs hatte zuvor erklärt, dass die Europäische Union im Kampf gegen die griechische Schuldenkrise die Führungsrolle übernehmen sollte.
Papandreou hatte bei seinem USA-Besuch vor der Gefahr gewarnt, dass die dramatische Schuldenkrise seines Landes eine neue globale Finanzkrise auslösen könnte. Griechenlands massive Verschuldung habe bereits Auswirkungen auf Europa, sagte er. Sie könne sehr wohl einen Dominoeffekt in Form steigender Kreditkosten für eine Reihe anderer verschuldeter Staaten nach sich ziehen.
manager magazin mit Material von dpa-afx und reuters
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