Von Arvid Kaiser
Hamburg - Eike Batista hat es geschafft, ganz nach oben. Als junger Mann war er nach dem in Aachen geschmissenen Ingenieurstudium zu den Goldschürfern im Amazonas-Regenwald gezogen, später machte er als Lebemann und Rennbootweltmeister von sich reden.
Heute ist er - selbst erklärt und laut der Zeitschrift "Forbes" - der reichste Mann Brasiliens, umgeben von einem leicht esoterisch angehauchten Mythos. Batista ist ein Selfmademilliardär, wenn auch mit dem familiären Netzwerk einer Unternehmerdynastie im Rücken.
Den Erfolg des Abenteurer-Unternehmers begründet eine Serie von Firmengründungen und -verkäufen quer durch alle Branchen. Manches schlug fehl, wie ein Hersteller von Geländewagen, mit anderen Geschäften vor allem um Rohstoffe und Logistik bewies der Multimilliardär aber gutes Gespür.
Zwar machte auch ihm die Finanzkrise einen Strich durch die Rechnung, doch im vergangenen Jahr hob der Aktienkurs vieler von Batistas Holding EBX kontrollierter Firmen ab. Die Öl- und Gasfirma OGX
: plus 225 Prozent. Der Bergbaukonzern MMX
: plus 345 Prozent. Der Hafenentwickler LLX
: plus 570 Prozent.
Diese Performance kann sich selbst im brasilianischen Vergleich sehen lassen. Der Ibovespa-Index
der Börse von São Paulo legte 2009 um 82 Prozent zu. Weil zugleich die Landeswährung Real gegenüber dem Euro
um ein Drittel aufwertete, erzielten Anleger in Brasilien eine höhere Rendite als in jedem anderen etablierten Aktienmarkt.
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