Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:05 Uhr

manager magazin



20.12.2009
 

Finanzierung

Conti verschafft sich bei Banken Luft

Der hoch verschuldete Autozulieferer Continental hat sich mit seinen Banken auf eine spätere Rückzahlung eines Teils seiner Kredite geeinigt. Vereinbart wurde zudem eine rund eine Milliarde Euro schwere Kapitalerhöhung, die im Januar stattfinden soll.

Frankfurt am Main - In einer Umschuldung gaben die beteiligten Banken Continental Chart zeigen einen Aufschub von zwei Jahren für ein im August 2010 fälliges Darlehen zur Finanzierung der Übernahme von VDO, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte.

Angeschlagener Autozulieferer: Conti hat für Januar eine Kapitalerhöhung angekündigt
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DPA

Angeschlagener Autozulieferer: Conti hat für Januar eine Kapitalerhöhung angekündigt

Demnach stellen die Banken zunächst bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um die 2010 fällige Kredittranche über 3,5 Milliarden Euro abzulösen. Vereinbart wurde zudem eine rund eine Milliarde Euro schwere Kapitalerhöhung. Diese wird für Januar erwartet.

Der zur Ablösung zur Verfügung gestellte Betrag werde wie die übrigen Tranchen des syndizierten Kredits im August 2012 fällig. Conti stand bei seinen insgesamt rund 50 Banken Ende September noch mit 9,5 Milliarden in der Kreide - vor allem infolge des Kaufs der Autoelektronikfirma VDO von Siemens vor zwei Jahren.

Die Umschuldung ergibt laut Conti ein günstigeres Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Ergebnis (Ebitda). Im Gegenzug habe sich der Hannoveraner Konzern dazu verpflichtet, eine höhere Marge zu zahlen sowie bestimmte Sicherheiten zur Verfügung zu stellen. Nähere Angaben machte das Unternehmen nicht.

Wie viele Aktien im Rahmen der bevorstehenden Kapitalerhöhung ausgegeben werden sollen, teilte Conti nicht mit. Großaktionär Schaeffler hatte jüngst deutlich gemacht, dass er eine Verwässerung seiner Anteile von derzeit knapp 90 Prozent auf unter 75,1 Prozent ablehnt.

Conti hatte eigentlich eine höhere Kapitalerhöhung ins Auge gefasst. Der fränkische Wälzlagerhersteller fürchtet jedoch, sonst später keinen Gewinnabführungsvertrag abschließen zu können. Einer Investorenvereinbarung zufolge ist dies frühestens in drei Jahren möglich. Schaeffler selbst hat kein Geld, um sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Der Familienkonzern hatte sich 2008 mit der Conti-Übernahme verhoben und schuldet seinen Banken rund zwölf Milliarden Euro.

manager magazin mit Material von reuters

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