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16.12.2009
 

US-Konjunktur

Hoffnungszeichen mehren sich

Die US-Inflation läuft anderes als befürchtet nicht aus dem Ruder, belegen die aktuellen Verbraucherpreise. "Inflation ist kein Problem, und wir erwarten nicht, dass es bald eines wird", urteilen Experten. Auch am US-Immobilienmarkt gibt es Zeichen der Hoffnung.

Washington - Die US-Inflation bleibt angesichts hoher Arbeitslosigkeit und einer erst angelaufenen Konjunkturerholung im Rahmen. Die Verbraucherpreise stiegen im November verglichen zum Vormonat saisonbereinigt um 0,4 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten einen entsprechenden Wert erwartet. Auf Jahresbasis kletterten die Preise allerdings um 1,8 Prozent, der erste positive Wert über einen Zeitraum von zwölf Monaten seit Februar dieses Jahres.

Ausverkauf: Der US-Kunde will gelockt werden
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Getty Images

Ausverkauf: Der US-Kunde will gelockt werden

Ohne den schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelbereich blieben die Preise unverändert, teilte das Ministerium mit. "Inflation ist kein Problem, und wir erwarten nicht, dass es bald eines wird", sagte Brian Bethune, Cheffinanzökonom des Analyseinstituts IHS Global Insight, der Finanzagentur Bloomberg vor Veröffentlichung der Zahlen. Im Oktober waren die Preise im Monatsvergleich um lediglich um 0,3 Prozent gestiegen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte unlängst ungenutzte Produktionskapazität, die hohe Arbeitslosigkeit und stabile Inflationserwartungen als wichtigste Faktoren für einen geringen Preisauftrieb auch in der nahen Zukunft benannt. Eine zahme Inflation erlaubt es des Zentralbank, die Zinsen niedrig zu lassen - wichtig für die noch junge Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft.

Die Federal Reserve sollte am Mittwoch ihre jüngste Zinsentscheidung veröffentlichen. Es wird weithin erwartet, dass die Fed den Leitzins unverändert lässt. Experten rechnen erst in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit einem Zinsschritt.

Derweil hat sich die Lage am US-Immobilienmarkt im November verbessert. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg aufs Jahr hochgerechnet um 8,9 Prozent auf 574.000, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 580.000 gerechnet.

Für Oktober wurde die Zahl der Wohnbaubeginne auf 527.000 von den ursprünglich gemeldeten 529.000 revidiert. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime stieg um 6 Prozent; aufs Jahr hochgerechnet lag die Zahl der genehmigten Anträge mit 584.000 so hoch wie seit November 2008 nicht mehr. Die Zahl ist ein Barometer für den zukünftigen Häuserbau und lag höher als von Volkswirten mit 570.000 erwartet.

Analysten mahnen aber vor Euphorie und verweisen darauf, dass die Erholung der Immobilienwirtschaft nur schleppend vorankomme.

manager magazin mit Material von Nachrichtenagenturen

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