Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:53 Uhr

manager magazin



11.12.2009
 

Gold

Einsteigen oder warten?

Von Christoph Rottwilm

Der Goldpreis hat zuletzt deutlich nachgegeben. Ist die Hausse also schon vorbei? Oder handelt es sich nur um eine Korrektur? Und selbst wenn noch Potenzial besteht, wie viele Fachleute meinen; wann ist dann der richtige Zeitpunkt für den Einstieg gekommen? Nicht nur nach oben hat der Preis des Edelmetalls schließlich viel Luft.

Hamburg - 1226,10 Dollar für eine Feinunze Gold, das ist ein stolzer Preis. Genau genommen ist es der höchste, der bislang gezahlt wurde. Erreicht wurde die Marke erst vor ein paar Tagen.

Her mit den Barren - aber wann? Anleger fragen sich, wie lange die Korrektur noch anhält
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REUTERS

Her mit den Barren - aber wann? Anleger fragen sich, wie lange die Korrektur noch anhält

Die 1226 Dollar markieren den vorläufigen Höhepunkt einer rasanten Hausse - und den Beginn eines Preisrückgangs um beinahe 10 Prozent innerhalb weniger Tage. Am Donnerstag notierte die Feinunze bei nur noch rund 1122 Dollar.

"Seit einigen Tagen nimmt die Euphorie am Goldmarkt spürbar ab", schreibt dazu die Commerzbank in einem Marktkommentar. "Vor allem die spekulativen Anleger, die maßgeblich zum Goldpreisanstieg beigetragen haben, verlassen den Markt."

Anleger, die an einem Investment in das Edelmetall interessiert sind, müssen sich jetzt vor allem zwei Fragen stellen: Ist die Preishausse der vergangenen Monate schon am Ende, geht es also von nun an tendenziell eher bergab - oder handelt es sich lediglich um eine Korrektur? Und wenn letzteres der Fall sein sollte: Wie lange wird die Schwäche dauern, wann ist also der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen?

Zu Frage Nummer eins gibt es zum einen die mahnenden Stimmen, die darauf hinweisen, dass der Goldpreis bereits auf sehr hohem Niveau angekommen ist und ein weiteres Plus daher fraglich. "Der Preisanstieg der vergangenen Monate hängt vor allem mit dem schwachen Dollar zusammen", sagt etwa Vermögensberaterin Gabriele Radl aus Oberursel. "Anleger sollten in diesem Umfeld sehr vorsichtig sein."

Der Tenor am Markt lautet jedoch: Langfristig ist die Hausse intakt, es sprechen deutlich mehr Argumente dafür als dagegen. "Trotz der starken Gewinnmitnahmen der letzten Tage befindet sich der Goldmarkt langfristig in einem stabilen Aufwärtstrend", schreibt beispielsweise Fondsberater und Goldexperte Martin Siegel in einem aktuellen Kommentar. Als Gegenreaktion auf die Rückschläge könne daher "mit einer sprunghaften Erholung" gerechnet werden.

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