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17.11.2009
 

Konjunktur

Handwerk erst 2011 mit schwarzen Zahlen

Das deutsche Handwerk erwartet zwar ein schwieriges Jahr 2010 und deutlich bessere Geschäfte erst 2011. Verbandsvertreter rechnen aber damit, dass die Beschäftigtenzahl nur geringfügig zurückgehen wird. Offenbar erhalten viele Handwerksbetriebe bereits jetzt mehr Aufträge als noch im Sommer.

Berlin - Das deutsche Handwerk kämpft sich nur langsam aus der Rezession und erwartet erst im übernächsten Jahr wieder steigende Umsätze. "Nach dem schwierigen Jahr 2010 gehen wir davon aus, dass wir 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben können", sagte Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Nur wenige Arbeitsplätze verloren: Handwerk zeigt sich in der Wirtschaftskrise vergleichsweise stabil
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DDP

Nur wenige Arbeitsplätze verloren: Handwerk zeigt sich in der Wirtschaftskrise vergleichsweise stabil

Trotz der anziehenden Konjunktur bleibe für 2009 wegen der Geschäftseinbrüche zu Jahresanfang unterm Strich ein Umsatzminus von mehr als 2 Prozent. Rund 40.000 der 4,8 Millionen Arbeitsplätze im Handwerk gehen demnach verloren, da vor allem Zulieferer für die Exportindustrie entlassen. Die stark binnenwirtschaftlich orientierte Branche steht zwar deutlich besser da als viele andere Wirtschaftszweige, kommt aber nicht ungeschoren durch die Krise.

Umfrage zeigt Erholung der Branche

"Der extreme Einbruch beim Export trifft vor allem unsere Zulieferer - Feinwerkmechaniker und Elektromaschinenbauer rutschen ab wie nie zuvor", sagte Schleyer. Besser liefen die Geschäfte in Sparten, die von der robusten Nachfrage der Privathaushalte oder der anziehenden Bautätigkeit der öffentlichen Hand profitierten. Dazu hätten auch die Konjunkturpakete beigetragen.

Die Stimmung der Branche verbesserte sich dann auch im Sommerquartal deutlich, wie eine ZDH-Umfrage unter fast 23.000 Betrieben ergab. Drei Viertel der Firmen beurteilten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Zwei Drittel meldeten steigende oder unveränderte Umsätze - und damit 20 Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal.

Sorgen bereitet dem Handwerk die zunehmend schwierigere Finanzierungssituation, vor allem im kurzfristigen operativen Geschäft. "Das birgt die Gefahr, dass auch grundsätzlich gesunde Unternehmen auf Grund unzureichender Liquidität in ihrer Existenz gefährdet werden", sagte Schleyer. Er warb wie andere Vertreter der Wirtschaft und Kreditbranche dafür, den Verbriefungsmarkt für Mittelstandskredite wieder anzukurbeln.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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