Von Thomas Grüner
Wer einmal die Korrelation der Dollar-Kurse zu den Aktienmärkten überprüft, bemerkt dabei im Gegenteil Beruhigendes: Einerseits sind die amerikanischen Aktienmärkte seit 1971 in Phasen eines steigenden US-Dollars mit einer Quote von 39 Prozent gestiegen und zu 37 Prozent gefallen. Andererseits Während eines schwachen US-Dollars ist der S&P 500 in 11 Prozent der Zeit gestiegen und mit einer Quote von 13 Prozent gefallen.
Einfach ausgedrückt: Der US-Aktienmarkt steigt und fällt in Zeiten eines schwachen oder auch starken US-Dollars nahezu gleich stark. Es besteht also faktisch kein Zusammenhang zwischen der Stärke oder Schwäche der amerikanischen Währung und der folgenden Entwicklung an den Aktienmärkten. Aber auch das kann Aktienanleger beruhigen. Nicht zuletzt, wenn der Dollar bald schon allein aus charttechnischen Gründen eine Renaissance feiern sollte.
Der Blick auf den Kursverlauf des US-Dollars zum Euro verläuft derzeit nämlich in Form eines sich zuspitzenden Keils - von Charttechnikern daher auch Bärkeil genannt. Parallel dazu wird die jüngste Aufwärtsbewegung des Euro zum US-Dollar von vielen technischen Indikatoren nicht mehr bestätigt. Diese so genannte negative Divergenz mahnt zumindest zur Vorsicht.
Zudem: Der US-Dollar wird wieder einmal von vielen Kommentatoren zu Grabe getragen. Dies spricht eher dafür, dass ein Comeback der US-Währung zunehmend wahrscheinlicher wird.
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