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manager magazin



09.10.2009
 

Dollar-Schwäche

Asiatische Notenbanken greifen ein

Ein schwacher Dollar macht einigen Ländern in Fernost offenbar Sorgen. Asiatische Notenbanken - etwa die südkoreanische - sollen daher verstärkt in die US-Währung investiert haben, um den heimischen Export zu stärken. Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke zur Geldpolitik halfen dem Dollar ebenfalls.

Hamburg - Asiens Zentralbanken haben Händlern zufolge angesichts des schwachen Dollars Chart zeigen verstärkt in diese Währung investiert. Damit wollten sie ihre eigenen Währungen schwächen, um ihre auf den Export ausgerichteten Ökonomien zu schützen, sagte Analyst Win Thin von Brown Brothers Harriman am Donnerstag.

Die Märkte im Blick: Einige asiatische Notenbanken stützen angeblich den Dollar, um dem heimischen Export zu helfen
AFP

Die Märkte im Blick: Einige asiatische Notenbanken stützen angeblich den Dollar, um dem heimischen Export zu helfen

Für Wachstumsmärkte sei es schlecht, wenn die Währungen zu stark seien und die Erholung der US-Wirtschaft schwanke. Laut Analyst Michael Woolfolk von BNY Mellon war die russische Notenbank eine von mindestens sechs Zentralbanken, die Dollar gekauft hat. Dies hätten auch Südkorea, Hongkong, Taiwan, Thailand und die Philippinen getan, möglicherweise auch Indonesien.

Marktteilnehmern zufolge soll Russland diese Woche vier Milliarden Dollar erworben und diese dann teils in Euro Chart zeigen konvertiert haben, um alternative Reserven aufzubauen.

Trotz der Einkäufe fiel der ICE Futures U.S. Dollar-Index um 0,9 Prozent auf 75,798 und damit auf ein 14-Monats-Tief. Der Index misst die Stärke des Dollars gegen sechs andere große Währungen.

Nach Andeutungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über einen geldpolitischen Kurswechsel hat der Dollar sich am Freitag im fernöstlichen Handel indes etwas von seinen Tiefständen der vergangenen Tage erholt. Die europäische Einheitswährung gab auf 1,4745 Dollar von 1,4793 Dollar im späten US-Geschäft nach.

Bernanke hatte bekräftigt, dass die Fed für längere Zeit zwar noch eine lockere Geldpolitik verfolgen werde, aber auch darauf vorbereitet sei, bei sich verfestigender Konjunkturerholung Maßnahmen zur Inflationsabwehr zu ergreifen. "Bernankes Äußerungen deuten darauf hin, dass er den Dollar gegenüber dem Euro nicht abrutschen lassen will", sagte Devisenhändler Hideki Amikura von der Nomura Trust Bank in Tokio.

Zum Yen stieg die US-Währung auf 89,02 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 1,0290 Franken je Dollar und bei 1,5180 Franken je Euro.

Die leichte Erholung des US-Dollar setzte auch die Ölpreise unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November kostete im frühen Handel 71,15 Dollar und damit 54 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent Oil Spot Chart zeigen sank um 54 Cent auf 69,23 Dollar.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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