Von Markus Zschaber
Verkaufswillige Investoren würden also nur einen Teil aus dem eigentlichen Hedgefonds in liquiden Mitteln ausbezahlt bekommen, der Rest wird in Anteilen an den "Side Pockets" in das Depot des Investors übertragen.
Die "Ramschpapiere" sind also zu unrealistischen Preisen in den "Side Pockets" eingefroren und schönen so die "Rendite" der Hedgefonds. Dadurch sind die durchschnittlichen Verluste der Branche im Krisenjahr 2008 auf lediglich 20 Prozent begrenzt worden.
Wie bereits angesprochen sind Maßnahmen wie die Gründung von Auslagerungsstätten nicht neu. Vor der Krise waren diese jedoch unmöglich für einen Hedgefonds umzusetzen. Vor nicht all zu langer Zeit hätte ein Hedgefonds sofort schließen müssen, wären überhaupt nur Gerüchte über die Gründung von "Side Pockets" entstanden.
Heute gehört das Gründen einer solchen Zweckgesellschaft bereits zur Normalität. Ich bin absolut davon überzeugt, dass diese Maßnahmen partiell notwendig sind, um ein Aussterben dieser Fondsgattung zu verhindern. Auf der anderen Seite werden dadurch Renditen geschönt und die Anlageklasse attraktiver dargestellt, als diese eigentlich ist.
Nicht wirklich überraschend sind die unzähligen enttäuschten Privatanleger und institutionellen Investorengruppen, die hier Spekulationen eingegangen sind und jetzt das Nachsehen haben.
Was bleibt? Die Hoffnung darauf, dass eine Änderung der Investorenmentalität stattfindet und endlich die Risikocharakteristik eines Marktes beziehungsweise eines Investment Gradmesser für eine Investitionsentscheidung sein möge und nicht die eventuellen zukünftigen Performancemöglichkeiten.
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