Von Markus Zschaber
Köln - Bankinstitute in den USA sowie in Europa vermelden offiziell wieder eine sich partiell verbessernde Lage. Doch ist diesen Bulletins zu trauen? Nein. Denn bewertet man die Bilanzen im Detail, so zeigt sich, dass sie einen sehr schwammigen Eindruck hinterlassen.
Noch immer sind noch hunderte von Milliarden US-Dollar an "Ramschpapieren" in den besagten Bilanzen verankert. Die veränderten Bilanzierungsrichtlinien ermöglichen es den Banken, diese Papiere, die eigentlich nahezu wertlos sind, nur mit geringfügigen Abschlägen zu bilanzieren.
Beispielsweise werden oftmals diese Toxic Assets mit gerade einmal 20 Prozent Abschlag bewertet, obwohl sie im Kern eigentlich nichts mehr wert sind. Gegenüber den Wirtschaftsprüfern oder den staatlichen Regulierungsbehörden sagen die Banken, diese Papiere nicht verkaufen zu wollen, da sie nachhaltig "werthaltig" seien, also mit Blick auf die kommenden Jahre. Das klingt auf den ersten Blick überzeugend. Doch eben nur auf den ersten.
Denn der Preismechanismus signalisiert nicht ansatzweise einen intakten Zustand. Daraus folgt, dass die Preise weiterhin eine negative Entwicklung anzeigen und nachhaltig Druck auf die Banken ausgeübt wird. Und das ist die Folge der sich nach wie vor verschlechternden Situation der Krise im Wohnimmobilienbereich, so dass sich die freien Cashflows, welche die Banken zunehmend erwirtschaften, verringern.
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