700-fache Verkaufssteigerung bei Amazon
Der Run auf Jacksons Musik generiert riesige Umsätze: Amazon meldete einen 700 mal hören Verkauf von Jackson-Alben und MP3-Dateien am Donnerstag, am Freitag war er noch höher.
Dies teilte der Vorstandsvorsitzende des Internet-Händlers, Bill Carr, am Freitag mit. Auch Broadcast Music, das Lizenzgebühren für Jackson-Hits wie "Beat It" und "Billy Jean" einsammelt, rechnet mit einer Verdreifachung der Einnahmen - wegen Jacksons Tod.
"Man kann sich alle von Patsy Cline bis Big Bopper und Buddy Holly anschauen - die Wirkung (des Todes eines Künstlers) auf den Katalog ist gewaltig", sagt Broadcast-Music-Chef Del Bryant.
Elvis verdient posthum mehr Geld als Madonna zu Lebzeiten
Jacksons Musik ist aber nicht die einzige Einnahmequelle. Graceland-Bewohner Sillerman hat mit seiner Firma CKX die Rechte an Presleys Erscheinung, und mit Elvis-Darstellungen versehene Gürtel, T-Shirts, Uhren und Figuren spülten 2007 nicht weniger als 52 Millionen Dollar in die Kassen.
Elvis distanzierte damit lebende Superstars wie Madonna und Justin Timberlake, berichtete das Magazin "Forbes". Es setzte Presley an die Spitze der bestverdienenden toten Berühmtheiten.
Jacksons Erben werden mit Aussehen und Werken - bereits veröffentlichte und wohl auch noch nicht veröffentlichte Musik - ähnlich verdienen wollen. Und Jacksons Neverland werde wohl auch zu einer Fan-Pilgerstätte wie Graceland werden, sagte Steve Gordon, ein auf die Unterhaltungsindustrie spezialisierter Anwalt.
Auch die Scharen von Michael-Jackson-Imitatoren werden Konjunktur haben, sagt die Chefin der New Yorker Imitatoren-Agentur Bubbygram.com, Adrienne Gusoff. "Ich denke, sein Tod wird ihn zu einem noch größeren Star machen." Sie vertritt rund ein Dutzend Jackson-Nachmacher, die bald ähnlich gefragt sein dürften wie die Darsteller von toten Berühmtheiten wie Frank Sinatra und Marilyn Monroe. Erst müssten sie aber selbst über den Verlust ihres Idols hinwegkommen. "Einer meiner Jungs in New Jersey ist ganz schön fertig", sagt Gusoff. "Es ist, als ob ein Familienmitglied gestorben ist."
manager-magazin.de mit Material von ap
© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH